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PISA-Studie: Hat das deutsche Bildungssystem versagt?

Monika Hohlmeier, Manfred Prenzel, Andreas Schleicher, Reinar Lüdeke and Eva-Maria Stange

ifo Schnelldienst, 2002, vol. 55, issue 05, 3-20

Abstract: Die Ergebnisse der PISA-Studie 2000 stellten für Deutschland eine große Enttäuschung dar: Auf allen getesteten Gebieten der PISA-Studie lagen die Leistungen der deutschen Schüler, die daran teilnahmen, weit unter dem Durchschnitt der Gesamtergebnisse. Für Monika Hohlmeier, bayerische Staatsministerin für Unterricht und Kultus, liegen die Ursachen »nicht nur in der Schule. Sie sind auch Ergebnis einer gesamtgesellschaftlichen Entwicklung«. Prof. Dr. Manfred Prenzel, Universität Kiel, sieht die Ursachen darin, dass im Vergleich zu »anderen Ländern ... Deutschland in der Unterrichtsentwicklung stehen geblieben (ist). ... Wenn man von einem Versagen des deutschen Bildungssystems sprechen wollte, dann besteht es darin, selbstgefällig Entwicklungen verschlafen zu haben. « Für Prof. Dr. Andreas Schleicher, OECD, besteht ein Hauptmangel des deutschen Bildungssystems in einer zu geringen Integration der Bildungswege und einer zu schwachen Durchlässigkeit des Bildungssystems. Vieles spricht nach Meinung von Prof. Dr. Reinar Lüdeke, Universität Passau, dafür, »dem Markt als Entdeckungsverfahren auch im Bildungsbereich einen ihm gebührenden Platz zuzuweisen«. Dr. Eva-Maria Stange, Vorsitzende der GEW, fordert »ein grundlegendes Umdenken im deutschen Bildungssystem. Fördern statt Auslesen - das sollte den Paradigmenwechsel kennzeichnen«.

Keywords: Bildungswesen; Bildungsniveau; Bildungsreform; Deutschland (search for similar items in EconPapers)
JEL-codes: I21 I28 (search for similar items in EconPapers)
Date: 2002
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