Klimapolitische Ziele der Bundesregierung nach Atomausstieg nicht mehr erreichbar
Hans-Werner Sinn
ifo Schnelldienst, 2011, vol. 64, issue 10, 16-16
Abstract:
Der Strom aus Sonne und Wind kann zwar den Atomstrom in Deutschland rechnerisch ersetzen. Da der Atomstrom selbst nur knapp 4,6% zur Endenergieversorgung der Bundesrepublik beiträgt und der Strom aus Wind- und Sonnenkraft 1,8% ausmacht, liegt diese Option im Bereich des Möglichen, wenn man die Unregelmäßigkeit der Versorgung außer Acht lässt. Doch die ursprünglich von der Atomkraft erhoffte Option, zusätzlich die fossilen Brennstoffe zurückzudrängen, um den Klimawandel einzudämmen, besteht beim Wind- und Sonnenstrom nicht. Die fossile Energie hat einen Anteil von 84,3% am deutschen Endenergieverbrauch. Wenn Deutschland die Atomoption für einen allmählichen Ersatz der fossilen Energieträger ausschließt, werden die klimapolitischen Zielsetzungen, die Kanzlerin Merkel beim Gipfel von Heiligendamm proklamiert hatte, wohl nicht zu erreichen sein.
Keywords: Umweltpolitik; Klimaschutz; Kernenergie; Kernkraftwerk; Politisches Ziel; Regierung; Deutschland (search for similar items in EconPapers)
JEL-codes: Q20 Q48 (search for similar items in EconPapers)
Date: 2011
References: Add references at CitEc
Citations:
Downloads: (external link)
https://www.ifo.de/DocDL/ifosd_2011_10_2.pdf (application/pdf)
Related works:
This item may be available elsewhere in EconPapers: Search for items with the same title.
Export reference: BibTeX
RIS (EndNote, ProCite, RefMan)
HTML/Text
Persistent link: https://EconPapers.repec.org/RePEc:ces:ifosdt:v:64:y:2011:i:10:p:16-16
Access Statistics for this article
ifo Schnelldienst is currently edited by Marga Jennewein
More articles in ifo Schnelldienst from ifo Institute - Leibniz Institute for Economic Research at the University of Munich Contact information at EDIRC.
Bibliographic data for series maintained by Klaus Wohlrabe ().