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Die wirtschaftliche Lage Rußlands - monetäre Orientierungslosigkeit und realwirtschaftlicher Aktionismus: dritter Bericht

Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung and Berlin / Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel / Institut für Wirtschaftsforschung Halle
Authors registered in the RePEc Author Service: Julia Kielyte ()

DIW Wochenbericht, 1993, vol. 60, issue 42, 579-597

Abstract: Der Bundesminister für Wirtschaft hat mit Schreiben vom 9. Februar 1993 das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung, Berlin, das Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel und das Institut für Wirtschaftsforschung Halle damit beauftragt, das 1992 begonnene Forschungsvorhaben mit dem Titel "Die wirtschaftliche Situation Rußlands und Weißrußlands - wirtschaftliches Potential und mögliche Entwicklungslinien" fortzuführen. Die beteiligten Institute haben nunmehr ihren dritten Bericht über die Wirtschaft Rußlands fertiggestellt. Der aktuelle Stand der Wirtschaftsentwicklung und der Reformpolitik wird im hiermit vorgelegten ersten Teil des Berichts dargestellt. Die wirtschaftliche Lage in der Russischen Föderation hat sich seit der Fertigstellung des letzten Berichts nicht grundlegend geändert. Die politische Blockade zwischen Legislative und Exekutive lähmte bis zuletzt den Reformprozeß; eine Wende zum Besseren ist nicht zu erkennen. Der zweite Teil des Berichts, der hier in zusammengefaßter Form vorgestellt wird, beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der sozialen Lage der Bevölkerung. Gegenstand der Analyse sind dort die Entwicklung von Einkommen und Verbrauch, das System der sozialen Sicherung sowie das Angebotspotential für die Versorgung der Bevölkerung mit Gütern und Dienstleistungen. Nach wie vor werden die Analysen durch die unsichere politische Lage, den institutionellen Umbruch und das unzuverlässige Berichtssystem erheblich erschwert. Die statistische Berichterstattung hat sich im Zeitablauf sogar noch verschlechtert. Vor allem die Aktivitäten des sich neu entwickelnden privaten Sektors werden kaum erfaßt. Informationslücken konnten nur zu einem geringen Teil durch Befragung staatlicher Stellen und russischer Wissenschaftler vor Ort geschlossen werden, so daß erhebliche Unsicherheiten über den tatsächlichen Ablauf des Transformationsprozesses verbleiben.

Date: 1993
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