Demographischer Wandel, medizinischer Fortschritt und Anstieg der Gesundheitsausgaben
Friedrich Breyer and
Volker Ulrich
DIW Wochenbericht, 2000, vol. 67, issue 24, 374-379
Abstract:
In der Gesundheitspolitik spielt der Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung eine wichtige Rolle. Ein viel zitiertes Gutachten der PROGNOS AG, das vielen gesundheits- und sozialpolitischen Entscheidungen zugrunde liegt, prognostiziert einen Anstieg des durchschnittlichen Beitragssatzes zu den Krankenversicherun-gen von gegenwärtig 13,5 % auf etwa 16 % bis zum Jahre 2040. Gegen diese Prognose ist einzuwenden, dass einerseits der medizinische Fortschritt nicht angemessen berücksichtigt wird, andererseits aber die altersspezifischen Gesundheitskosten überschätzt werden. Das DIW stellt im Folgenden zwei alternative Schätzansätze für die Entwicklung der Kosten des Gesundheitswesens und des Beitragssatzes zur gesetzlichen Krankenversicherung vor. Vergleichsweise gering ist der Effekt, den die erwartete Alterung der Bevölkerung auf den Beitragssatz hat. Unter Berücksichtigung des medizinischen Fortschritts ergibt sich aber bei aller prognostischen Unsicherheit für das Jahr 2040 ein Beitragssatz von 23 %. Dies wirft gravierende gesundheitspolitische Fragen auf. Auch längerfristig müssen deshalb Einsparpotentiale, die den Beitragssatzanstieg bremsen helfen, erschlossen werden.
Date: 2000
References: Add references at CitEc
Citations: View citations in EconPapers (2)
There are no downloads for this item, see the EconPapers FAQ for hints about obtaining it.
Related works:
This item may be available elsewhere in EconPapers: Search for items with the same title.
Export reference: BibTeX
RIS (EndNote, ProCite, RefMan)
HTML/Text
Persistent link: https://EconPapers.repec.org/RePEc:diw:diwwob:67-240-20
Access Statistics for this article
DIW Wochenbericht is currently edited by Tomaso Duso, Marcel Fratzscher, Peter Haan, Claudia Kemfert, Alexander Kritikos, Alexander Kriwoluzky, Stefan Liebig, Lukas Menkhoff, Karsten Neuhoff, Carsten Schröder, Katharina Wrohlich and Sabine Fiedler
More articles in DIW Wochenbericht from DIW Berlin, German Institute for Economic Research Contact information at EDIRC.
Bibliographic data for series maintained by Bibliothek ().