Europäische Geldpolitik
Silke Tober
DIW Wochenbericht, 2001, vol. 68, issue 49, 788-793
Abstract:
Im Laufe der vergangenen sechs Monate hat die Europäische Zentralbank (EZB) angesichts der schlechteren Konjunktur und eines verminderten Preisauftriebs die Zinsen um insgesamt 1,5 Prozentpunkte gesenkt. Sie reagierte damit nicht nur deutlich schwächer, sondern auch sehr viel zögerlicher als die US-amerikanische Zentralbank (Fed): Bis Ende August, als die US-amerikanischen Notenbankzinsen bereits in sieben Schritten um insgesamt 3 Prozentpunkte gesenkt worden waren, hatte die EZB den Leitzins um lediglich einen halben Prozentpunkt herabgesetzt. Diese unterschiedlichen Reaktionen sind nur zum Teil mit der stärkeren Abkühlung der US-Wirtschaft zu begründen. Vor dem Hintergrund der hohen Arbeitslosigkeit im Euroraum und der moderaten Lohnentwicklung hätte die EZB schneller und stärker auf die sich abkühlende Binnennachfrage reagieren müssen. Schließlich kommt der Geldpolitik eine wichtige Rolle bei der Stabilisierung der wirtschaftlichen Entwicklung zu - insbesondere bei dem zu beobachtenden weltweit synchronen Abschwung.
Date: 2001
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