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Lohnzurückhaltung - ein Beitrag zu mehr Beschäftigung?: Deutschland und Frankreich im Vergleich

Camille Logeay and Joachim Volz

DIW Wochenbericht, 2001, vol. 68, issue 50, 803-809

Abstract: Frankreich ist in den letzten Jahren zu einem Musterschüler unter den großen europäischen Volkswirtschaften geworden. Das Land hat in dieser Zeit ein solides und beschäftigungsreiches Wachstum ohne Inflation erreicht. Deutschland dagegen weist für diese Zeit eine vergleichsweise ungünstige Entwicklung von Wirtschaft und Beschäftigung auf. Dabei ist es nicht gelungen, eine niedrigere Inflation und geringere Defizite der öffentlichen Haushalte als Frankreich zu erzielen - im Gegenteil. Bei einem Wirtschaftswachstum im Zeitraum 1997 bis 2001 von 12,6 % (Deutschland 7,7 %) nahm die Zahl der Erwerbstätigen in Frankreich mit knapp 8 % doppelt so rasch zu wie in Deutschland; gleichzeitig konnte die Arbeitslosenquote um etwa 4 Prozentpunkte, und damit doppelt so stark wie in Deutschland, gesenkt werden. Der Verbraucherpreisanstieg fiel dabei in Deutschland mit 5,9 % sogar stärker aus als in Frankreich mit 4,8 %. Eine ganze Palette von Gründen ist bisher angeführt worden, um die Unterschiede zwischen der Wirtschafts- und Beschäftigungsentwicklung in Frankreich und der in Deutschland zu erklären: Unterschiede zwischen den Wachstumspotentialen, divergierende Investitionsverläufe, eine Wechselkursfestsetzung zugunsten Frankreichs, Maßnahmen zur Beschäftigungsförderung. Die Geldpolitik kann nicht für die Divergenz verantwortlich sein.

Date: 2001
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