Ostdeutsche Industrie gewinnt an Boden: Ergebnisse einer Umfrage
Karl Brenke and
Alexander Eickelpasch
DIW Wochenbericht, 2002, vol. 69, issue 3, 45-54
Abstract:
Die ostdeutsche Industrie galt in der ersten Zeit der wirtschaftlichen Erneuerung noch als Sorgenkind. Nach der Überwindung des tiefgreifenden Einbruchs im Jahre 1992 hat sie sich jedoch immer mehr zum Wachstumsmotor entwickelt. Gleichwohl ist die industrielle Basis noch zu schmal. Um einen tieferen Einblick zu gewinnen, hat das DIW Berlin seit 1991 im Rahmen der von der Bundesregierung in Auftrag gegebenen Berichterstattung über die "Gesamtwirtschaftlichen und unternehmerischen Anpassungsprozesse in Ostdeutschland" eine Reihe von Umfragen unter den Industrieunternehmen in den neuen Bundesländern durchgeführt. Die letzte der inzwischen sieben Erhebungswellen fand im Sommer 2000 statt. Die Umfrage zeigt, dass sich die Lage der ostdeutschen Industrie weiter - und zwar deutlich - verbessert hat. Den Unternehmen ist es immer mehr gelungen, auf den überregionalen Märkten Tritt zu fassen. Kräftige Umsatzsteigerungen gab es insbesondere im Exportgeschäft; die Lieferungen in die alten Bundesländer nahmen ebenfalls stark zu. Dagegen fiel der Zuwachs beim Absatz in die neuen Bundesländer wegen der dort insgesamt schwachen Nachfrage nur gering aus. Markterfolge konnten nicht nur die Betriebe im Besitz eines westdeutschen oder ausländischen Unternehmens verzeichnen, sondern auch die eigenständigen, in der Regel kleinen ostdeutschen Unternehmen. Im Zuge der kräftigen Expansion hat sich auch die Ertragslage der Unternehmen weiter aufgehellt.
Date: 2002
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