Berliner sind Kulturliebhaber: die Nutzung des Kulturangebots in Berlin im bundesdeutschen Vergleich
Thorsten Schneider and
Jürgen Schupp
DIW Wochenbericht, 2002, vol. 69, issue 4, 63-67
Abstract:
Die Nachfrage nach kulturellen Veranstaltungen ist bei Berlinern deutlich ausgeprägter als bei den übrigen Bundesbürgern. Dies gilt auch im Vergleich zu Bewohnern anderer deutscher Metropolen. Wie die Daten des vom DIW Berlin erhobenen Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) zeigen, gilt das große Interesse nicht allein für "hochkulturelle" Angebote, sondern auch für "populärkulturelle". Betrug die Quote aller Berliner, die in ihrer Freizeit Angebote der Hochkultur in Anspruch nehmen, im Jahre 1995 bereits 68 %, so stieg sie auf 75 % im Jahre 1998. In jenem Jahr gingen etwa 2,2 Mill. Berliner ins Theater, in Konzerte und Ausstellungen, nach 2. Mill. im Jahre 1995. Die Berliner besuchten auch häufiger Kinos, Diskotheken sowie Pop- und Jazzkonzerte. Hier nahm die Besucherzahl im Untersuchungszeitraum von 1,9 Mill. auf 2,2 Mill. zu. Bemerkenswert ist, dass die Berliner auch unabhängig von wichtigen sozialen Merkmalen wie Einkommen und Bildung das Kulturangebot intensiver nutzen als andere Großstädter. Hier macht sich also ein spezifischer "Berlin-Effekt" bemerkbar. Offenbar fühlen sich Kulturinteressierte angezogen, Berlin als Lebensmittelpunkt zu wählen.
Date: 2002
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