Programm "Lernende Regionen" findet unterschiedliche Wirtschafts- und Arbeitsmarktsituationen vor
Kornelia Hagen ()
DIW Wochenbericht, 2004, vol. 71, issue 35, 499-509
Abstract:
Mittelfristigen Prognosen zufolge wird Deutschland in den nächsten Jahrzehnten mit einer alternden Bevölkerung und stark schrumpfenden Einwohnerzahl konfrontiert sein. Zugleich besteht die Gefahr einer Stagnation des Qualifikationsniveaus. Um die Innovationsfähigkeit von Wirtschaft und Gesellschaft sichern zu können, sind verschiedene Politikbereiche gefordert. In der Bildungspolitik erlangte das Konzept des lebenslangen Lernens und des Qualifikations- und Kompetenzerwerbs eine zentrale Bedeutung. In Deutschland trägt das Bundesministerium für Bildung und Forschung unter anderem mit dem Programm "Lernende Regionen - Förderung von Netzwerken" seit 2001 dazu bei, das Konzept des lebenslangen Lernens zu verwirklichen. Mit diesem Programm werden zur Entfaltung einer neuen Lernkultur modellhaft Netzwerke in verschiedenen Regionen und unterschiedlichen regionalen Kontexten gefördert. Gegenwärtig gibt es bundesweit 73 dieser Netzwerke. Ausgewählte Ergebnisse einer Analyse über diese Regionen werden hier vorgestellt. Argumentiert wird, dass Netzwerke, die in einem attraktiven regionalen Umfeld agieren, Lern- und Innovationsprozesse ihrer Region leichter positiv beeinflussen können als Netzwerke in wirtschafts- und arbeitsmarktschwachen Kontexten. In solchen Regionen müssen Akteure mehr Anstrengungen unternehmen, um Innovations- und Lernhemmnissen begegnen und das angestrebte Programmziel der Entfaltung einer neuen Lernkultur in ihren Regionen voranbringen zu können. Die empirischen Befunde zeigen, dass zwischen den Regionen zum Teil deutliche Disparitäten im Hinblick auf Beschäftigung und Arbeitslosigkeit bestehen. Der Bericht liefert Anhaltspunkte dafür, wie die geförderten Lernenden Regionen ihre räumliche, demographische, arbeitsmarktbezogene und wirtschaftliche Situation bei der Umsetzung des Programms berücksichtigen können.
Date: 2004
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