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Im Frühjahr geborene Kinder haben schlechtere Bildungschancen

Hendrik Jürges and Kerstin Schneider ()
Authors registered in the RePEc Author Service: Hendrik Juerges

DIW Wochenbericht, 2006, vol. 73, issue 17, 209-214

Abstract: Die Empfehlungen von Grundschulen für den Besuch einer weiterführenden Schule haben einen großen Einfl uss auf die weiteren Bildungs- und späteren Erwerbschancen von Kindern. Bildungsforscher weisen seit längerem darauf hin, dass die Zuordnung der Schülerinnen und Schüler zu den verschiedenen Schultypen gegenwärtig zu früh erfolgt, die Prognosen unnötig fehlerbehaftet sind und dass die Empfehlungen der Grundschulen Kinder aus sozial be nachteiligten Gesellschaftsschichten diskriminieren. Die fehlende Chancengleichheit ist aber nicht nur auf soziale Ungleichheit zurückzuführen. Vielmehr hängen die Bildungschancen im bestehenden Schulsystem auch erheblich vom Geburtsmonat ab. Kinder, die kurz nach dem für die Einschulung relevanten Stichtag geboren werden, sind bei ihrer Einschulung fast ein Jahr älter als solche, die kurz vor dem Stichtag geboren werden. Dieser Altersunterschied ist mit einer um 8 Prozentpunkte höheren Wahrscheinlichkeit verbunden, in der vierten Klasse eine "Gymnasialempfehlung" zu erhalten. Vor diesem Hintergrund besteht Handlungsbedarf. Kurzfristig könnte die Berücksichtigung der altersbereinigten Leistungsfähigkeit einen Ansatzpunkt bieten. Langfristig stellt sich die Frage, ob das Festhalten am bestehenden gegliederten Schulsystem sinnvoll ist.

Date: 2006
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