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Zur Praxistauglichkeit des More Economic Approach für die Wettbewerbspolitik

Stefan Kooths, Vanessa von Schlippenbach and Christian Wey

DIW Wochenbericht, 2007, vol. 74, issue 47, 715-723

Abstract: Das DIW Berlin veranstaltete am 26. Oktober dieses Jahres den 2. Wissenschaftlichen Roundtable "Informationsgesellschaft und Wettbewerb", der die Praxistauglichkeit des "More Economic Approach" in der europäischen Wettbewerbspolitik zum Gegenstand hatte. Mit dem "More Economic Approach" gewinnt der Schutz der Verbraucherinteressen an Bedeutung, da wettbewerbsrechtlich relevante Geschäftspraktiken mit ökonomischen Wirkungsanalysen (wie der Effizienzverteidigung in der Fusionskontrolle) bewertet werden. Deutsche Wettbewerbsrechtler und -praktiker sehen allerdings erhebliche Probleme in der stärkeren Ökonomisierung des Wettbewerbsrechts, insbesondere wegen mangelnder Verfahrenssicherheit und -transparenz sowie der schwierigen Erfassung dynamischer Wettbewerbseffekte durch theoretische Modelle. Die Diskussion des aktuellen Microsoft-Urteils ergab, dass die Verbindung des "More Economic Approach" mit der Praxis der Beweislast umkehr eine Verteidigung gegen Kommissionsentscheidungen nahezu unmöglich macht, wenn die von der Kommission vorgelegte empirische Evidenz nicht auf den Prüfstand kommt. Schließlich könnte der höhere methodische und empirische Beweisführungsaufwand größere Unternehmen bevorzugen, weil kleinere Wettbewerber oft nicht über entsprechende Ressourcen verfügen bzw. ihre Aktivitäten nicht hinreichend gut koordinieren können.

Keywords: Competition policy; More Economic Approach; Microsoft case (search for similar items in EconPapers)
JEL-codes: K21 L40 L51 (search for similar items in EconPapers)
Date: 2007
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