Mehr Jobs, mehr Menschen: die Anziehungskraft der großen Städte wächst
Kurt Geppert and
Martin Gornig
DIW Wochenbericht, 2010, vol. 77, issue 19, 2-10
Abstract:
Die großen Städte Deutschlands gewinnen sowohl als Wohnorte als auch als Unternehmensstandorte mehr und mehr an Attraktivität. Die Einwohnerzahlen sind zwischen 1999 und 2008 um fast drei Prozent gestiegen, während die Bevölkerung Deutschlands insgesamt leicht schrumpfte. Ähnlich ist die räumliche Verschiebung bei der Wirtschaft: In den vergangenen zehn Jahren nahm die Beschäftigung in den großen Städten um fast vier Prozent zu, in Deutschland insgesamt stagnierte sie. Die demographischen und ökonomischen Trends in die Städte bedingen sich gegenseitig. Schlüsselfaktor sind die gut ausgebildeten jungen Menschen, die den Jobangeboten der Unternehmen in die Städte folgen. Umgekehrt berücksichtigen aber auch immer mehr Unternehmen bei ihren Standortentscheidungen die Wohnortwünsche hoch Qualifizierter, da Know-how knapp ist. Die neue Attraktivität der Großstädte zieht gerade besser verdienende junge Bevölkerungsschichten zurück in die Stadt. Ein zentrales Problem vieler dieser Menschen ist es, berufliche Interessen und den Familienwunsch in Einklang zu bringen. Städte können deshalb den neuen Trend in der Wohnortwahl umso eher für sich nutzen, wenn sie bessere Bedingungen für eine gute Kinderbetreuung schaffen. Gleichzeitig können geeignete städtebauliche Maßnahmen soziale Konflikte entschärfen, die sich aus Verdrängungseffekten in den besonders attraktiven Innenstadtquartieren ergeben können.
Keywords: Knowledge-intensive services; Urban renaissance; Population growth (search for similar items in EconPapers)
JEL-codes: J2 L8 R3 (search for similar items in EconPapers)
Date: 2010
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