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Auswanderungsabsichten: deutsche Akademiker zieht es ins Ausland - jedoch nur auf Zeit

Elisabeth Liebau and Jürgen Schupp

DIW Wochenbericht, 2010, vol. 77, issue 37, 2-9

Abstract: In der Diskussion um die Integration von Zuwanderern in Deutschland wird vielfach übersehen, dass Deutschland nicht nur ein Einwanderungsland, sondern in stärkerem Maße auch ein Auswanderungsland ist. Das gilt vor allem für die Deutschen selbst. So hat der Anteil der Deutschen an allen Auswanderern in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Von den fast 750 000 Menschen, die Deutschland im Jahr 2009 verlassen haben, besitzen 155 000 die deutsche Staatsangehörigkeit. Nach den Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) hat sich 2009 jeder achte Deutsche ernsthaft Gedanken um einen Umzug ins Ausland gemacht. Davon überlegt jeder Dritte, sein Heimatland für immer zu verlassen, und jeder Elfte denkt darüber nach, Deutschland innerhalb der nächsten zwölf Monate den Rücken zu kehren. Vor allem bereits gesammelte Auslandserfahrungen sowie Freundschaften im Ausland spielen für die Wanderungsabsichten eine wichtige Rolle. Hochschulabsolventen ziehen häufiger einen zeitlich befristeten Fortzug vor. Die Sorge, dass Deutschland immer mehr Hochqualifizierte an das Ausland verliert, ist daher zurzeit nicht begründet.

Keywords: SOEP; Migration; Mobility (search for similar items in EconPapers)
JEL-codes: C81 D1 O15 (search for similar items in EconPapers)
Date: 2010
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