Wahl des Studienfachs hängt auch mit Persönlichkeitseigenschaften zusammen
Jan Berkes and
Frauke Peter
DIW Wochenbericht, 2019, vol. 86, issue 39, 715-722
Abstract:
Die Entscheidung für oder gegen ein Studium hängt in Deutschland nach wie vor von sozioökonomischen Merkmalen ab. Dazu zählen etwa die Bildung der Eltern oder das Einkommen des Haushalts, in dem Abiturientinnen und Abiturienten aufgewachsen sind. Bisher eher unbeachtet blieb die Frage, welchen Einfluss Persönlichkeitseigenschaften haben. Die vorliegende Studie zeigt auf Basis des Nationalen Bildungspanels (NEPS), dass diese bei der Studienabsicht, der Studienaufnahme und auch der damit einhergehenden Studienfachwahl eine Rolle spielen. Offenheit und Gewissenhaftigkeit beeinflussen die Studienentscheidung und sind darüber hinaus auch bedeutend für die Auswahl der Studienfächer. Abiturientinnen und Abiturienten, die eher organisiert und verantwortungsbewusst sind, studieren mit einer höheren Wahrscheinlichkeit Medizin oder Wirtschaftswissenschaften. Sind sie eher kommunikativ, entscheiden sie sich häufiger für Rechts-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften und seltener für MINT-Fächer. Wenn der Studierendenanteil in bestimmten Fächern erhöht werden soll, sollten Informationen über einzelne Studienfächer so aufbereitet und vermittelt werden, dass sie nicht an Abiturientinnen und Abiturienten mit bestimmten Persönlichkeitseigenschaften vorbeizielen.
Keywords: college enrollment; college major choice; personality traits (search for similar items in EconPapers)
JEL-codes: I21 I24 J24 (search for similar items in EconPapers)
Date: 2019
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