Marktkonzentrationstrend steigt in Dienstleistungsmärkten deutlich
Pauline Affeldt,
Tomaso Duso,
Klaus Gugler and
Joanna Piechucka
DIW Wochenbericht, 2021, vol. 88, issue 20, 339-347
Abstract:
Studien dokumentieren weltweit steigende Marktkonzentration, Gewinne und Preisaufschläge in vielen Wirtschaftssektoren seit den 1980er Jahren. Doch die Datenanalyse nach Wirtschaftszweigen entspricht nicht den ökonomisch relevanten Märkten im Sinne des Wettbewerbsrechts. Berechnungen auf Basis eines neuartigen Datensatzes über relevante Märkte zeigen hingegen, dass die Marktkonzentration in Deutschland zwischen 1995 und 2014 zwar sehr heterogen, aber der durchschnittliche Trend stabil ist. Im verarbeitenden Gewerbe verharrt er auf einem hohen Niveau, in den Dienstleistungsmärkten nimmt die durchschnittliche Konzentration um 41 Prozent zu. Dies ist sowohl in anderen Ländern wie Frankreich oder dem Vereinigten Königreich als auch in EU- und weltweiten Märkten zu beobachten. Die Konzentrationsniveaus korrelieren mit Markteintrittsbarrieren, während eine strenge Fusionskontrolle der Konzentration entgegenwirkt. Immaterielle Investitionen als möglicher Indikator von erhöhter Effizienz spielen hingegen nur in EU- und weltweiten Dienstleistungsmärkten eine Rolle. Die Kartellbehörden sollten in ihrem Bemühen um eine effektive Wettbewerbspolitik nicht nachlassen, um Wettbewerbsverzerrung durch Marktkonzentration zu verhindern. Andere Politikbereiche müssen ebenso dazu beitragen, Eintrittsbarrieren zu reduzieren.
Keywords: Concentration; HHI; Antitrust markets (search for similar items in EconPapers)
JEL-codes: K21 L19 L24 L40 (search for similar items in EconPapers)
Date: 2021
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