Hohe Gaspreisanstiege: Entlastungen notwendig
Karsten Neuhoff (),
Maximilian Longmuir,
Mats Kröger and
Franziska Schütze
DIW Wochenbericht, 2022, vol. 89, issue 36, 455-463
Abstract:
Aufgrund der starken Abhängigkeit Deutschlands von russischem Gas müssen alle Möglichkeiten zum Gassparen genutzt werden, um eine mögliche Gasknappheit zu vermeiden. Zugleich sind die Gaspreise stark gestiegen und besonders betroffene Haushalte müssen entlastet werden. Auf Grundlage einer Auswertung des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) werden verschiedene Entlastungsoptionen verglichen und deren Vor- und Nachteile diskutiert. Die Untersuchung legt dabei den Fokus auf die Verteilungseffekte und die Ausgaben für den Staat. Die Effekte der Maßnahmen auf das Energiesparverhalten der Haushalte können auf Basis der Daten nicht sicher abgeschätzt werden. Neben Pauschalzahlungen nur an einkommensschwache oder an alle Haushalte wird eine Preisgarantie für einen Grundbedarf von 80 Prozent des vorherigen Gasverbrauchs untersucht. Für den darüber liegenden Verbrauch fiele der deutlich höhere Marktpreis an, was für alle Haushalte einen Anreiz für Einsparungen setzen würde. Eine Preisgarantie für einen Grundbedarf wäre teurer als eine Pauschalzahlung an einkommensschwache Haushalte, aber günstiger als eine Pauschalzahlung an alle Haushalte. Eine Pauschalzahlung hat jedoch den Nachteil, dass sie Haushalte in energieeffizienten Wohnungen überkompensiert, während Haushalte in schlecht isolierten Gebäuden nicht ausreichend entlastet werden. Eine Abwägung ist daher notwendig.
Keywords: Natural gas prices; income distribution; energy savings; climate policy (search for similar items in EconPapers)
JEL-codes: D30 I38 Q41 (search for similar items in EconPapers)
Date: 2022
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