Wärmemonitor 2022: Private Haushalte sparen fünf Prozent Heizenergie und CO2-Emissionen ein
Sophie M. Behr,
Till Köveker and
Merve Kucuk
DIW Wochenbericht, 2023, vol. 90, issue 39, 529-539
Abstract:
Um die Klimaziele bis 2030 zu erreichen, muss der Gebäudesektor deutlich weniger Kohlendioxid (CO2) ausstoßen. Die Analyse des DIW Berlin auf Basis der Daten vom Immobiliendienstleister ista zeigt, dass der Heizenergiebedarf sowie die temperaturbereinigten CO2-Emissionen im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent gesunken sind. Der Grund dieses Rückgangs sind vermutlich die im vergangenen Jahr stark gestiegenen Heizenergiepreise. Zudem waren wohl viele Haushalte motiviert, Energie einzusparen, um eine Gasmangellage zu vermeiden und weniger Gas aus Russland zu kaufen. Regional gibt es große Unterschiede im Verbrauch und in den Preisanstiegen: Im Norden konnten die größten Einsparungen erzielt werden, aber der Heizenergiebedarf bleibt dort – vor allem im Vergleich zu den ostdeutschen Ländern – trotzdem hoch. Ob die Einsparungen in diesem Umfang beibehalten werden und dauerhaft dazu beitragen, die Klimaziele zu erreichen, ist unwahrscheinlich. Um sich aus der fossilen Abhängigkeit zu lösen und die Klimaziele zu erreichen, ist es unabdingbar, die Investitionen in die Energieeffizienz von Gebäuden zu tätigen.
Keywords: Heating demand; heating costs; building energy efficiency; residential buildings; gas prices (search for similar items in EconPapers)
JEL-codes: Q21 Q40 R31 (search for similar items in EconPapers)
Date: 2023
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