Sanktionen gegen russisches Erdgas würden Versorgung in EU und Deutschland nicht gefährden
Franziska Holz,
Lukas Barner,
Claudia Kemfert and
Christian von Hirschhausen
DIW Wochenbericht, 2024, vol. 91, issue 21, 307-315
Abstract:
In Folge des russischen Angriffs auf die Ukraine sind die Preise für Erdgas im Jahr 2022 in immense Höhen geschnellt und haben gerade Deutschland die Folgen seiner starken Abhängigkeit von Russland spüren lassen. Die Preisspitzen sind inzwischen zwar abgeklungen, die europäische Erdgaswirtschaft hat die Unsicherheit des Energiekrisenjahres 2022 überwunden und den Einbruch der russischen Erdgasimporte ohne Versorgungsunterbrechung verkraftet. Russland bleibt jedoch Exporteur von Flüssiggas nach Europa und hat auch noch einige Länder Mittel- und Osteuropas energiepolitisch im Griff, die bisher EU-Sanktionen auf russische Erdgasexporte verhindert haben. Die Erdgasversorgung von Deutschland und Europa wäre auch langfristig ohne Importe aus Russland sicher. Dies zeigen Modellrechnungen mit dem Global-Gas- Modell, das die weltweite Erdgaswirtschaft in hohem Detailgrad abbildet. Die Versorgungssicherheit steht also weiteren EU-Sanktionen gegen Russland nicht im Weg. Verstärkte Einsparbemühungen und ein zeitnaher Erdgasausstieg würden die Abhängigkeit von Gasimporten darüber hinaus verringern und wären auch klimapolitisch sinnvoll.
Keywords: global gas markets; Europe; Russia; energy security (search for similar items in EconPapers)
JEL-codes: C61 L71 L95 Q34 (search for similar items in EconPapers)
Date: 2024
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