DIW-Konjunkturprognose: Politische Richtungswechsel werden Spuren hinterlassen
Geraldine Dany-Knedlik,
Guido Baldi,
Nina Maria Brehl,
Hella Engerer,
Angelina Hackmann,
Pia Hüttl,
Konstantin A. Kholodilin,
Frederik Kurcz,
Laura Pagenhardt,
Jan-Christopher Scherer,
Teresa Schildmann,
Hannah Magdalena Seidl,
Ruben Staffa and
Kristin Trautmann
DIW Wochenbericht, 2025, vol. 92, issue 11, 153-172
Abstract:
Die deutsche Wirtschaft steckt in der Stagnation fest. Nach zwei Jahren mit einem jeweils leichten Rückgang des Bruttoinlandsprodukts wird es unter dem Strich auch in diesem Jahr kein Wachstum geben. Schwache Exporte, zunehmende Arbeitsplatzsorgen, ein auch deshalb weiterhin verhaltener privater Konsum und wirtschaftspolitische Unsicherheit bremsen die Konjunktur. Die Industrie belasten strukturelle Anpassungsprozesse und die handelspolitischen Eskapaden des US-Präsidenten. Erst ab dem Sommer ist mit einer Erholung zu rechnen, allerdings nur in Trippelschritten. Die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen werden nach der anstehenden Regierungsbildung klarer sein, der Arbeitsmarkt wird sich stabilisieren und der private Verbrauch etwas anziehen. Weitere Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank dürften die Investitionen stützen. Und hinzu kommt wahrscheinlich noch das Sondervermögen für die Infrastruktur, auf das sich CDU/CSU und SPD geeinigt haben. Selbst ohne dieses dürfte die deutsche Wirtschaft 2026 um 1,1 Prozent wachsen, mit dem Sondervermögen sogar um gut zwei Prozent. Die Weltwirtschaft hält bislang weitgehend ihren Kurs. Zwar wird die derzeitige US-Handelspolitik deutliche Spuren hinterlassen. Dennoch dürfte die Weltwirtschaftsleistung mit 3,5 Prozent in diesem und 3,6 Prozent im nächsten Jahr kaum weniger wachsen als im vergangenen Jahr.
Keywords: Business cycle forecast; economic outlook (search for similar items in EconPapers)
JEL-codes: E32 E66 F01 (search for similar items in EconPapers)
Date: 2025
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