Geopolitische Konflikte heizen Währungswettbewerb an, US-Dollar und Euro sind aber schwer zu ersetzen
Sonali Chowdhry
DIW Wochenbericht, 2025, vol. 92, issue 31, 479-487
Abstract:
Geopolitische Spannungen und die Unwägbarkeiten der US-Politik veranlassen Länder wie China, die Abhängigkeit vom US-Dollar zu verringern und die Verwendung ihrer eigenen Währungen im internationalen Handel zu fördern. Dieser Wochenbericht analysiert, wie China seine Währung Renminbi für die Abwicklung des grenzüberschreitenden Handels fördert und wie Unternehmen auf solche Maßnahmen reagieren. Detaillierte französische Zolldaten zeigen, dass Chinas Bemühungen Unternehmen dazu gebracht haben, bei Exporten nach China zunehmend den Renminbi zu verwenden. Dabei spielten große und erfahrene Exporteure aus dem Konsumgütersektor die Hauptrolle. Die Rechnungsstellung in Renminbi blieb aber auf den Handel mit China beschränkt und verdrängte weder den Euro noch den US-Dollar als bevorzugte Rechnungswährungen auf anderen Märkten. Diese Ergebnisse verdeutlichen die Grenzen der Bemühungen um die Internationalisierung von Währungen. Der Übergang zu einem multipolaren Währungssystem wird wahrscheinlich nur allmählich und mit starken Unterschieden zwischen Unternehmen und Branchen erfolgen.
Keywords: International trade; Invoicing currency; Geoeconomics (search for similar items in EconPapers)
JEL-codes: F14 F23 F33 (search for similar items in EconPapers)
Date: 2025
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