Mehr Klarheit schaffen: Klimageld als sozialer Ausgleich bei höheren CO₂-Preisen
Sandra Bohmann,
Lars Felder,
Peter Haan,
Claudia Kemfert,
Merve Kucuk,
Laura Schmitz and
Jürgen Schupp
DIW Wochenbericht, 2025, vol. 92, issue 6, 75-82
Abstract:
Aktuelle Befragungsergebnisse zeigen, dass nur rund die Hälfte aller Erwachsenen in Deutschland einer pauschalen Ruckerstattung von 80 Prozent der Einnahmen aus der CO2-Bepreisung in Form eines Klimageldes zustimmen wurde. Sie belegen aber auch, dass ein angemessen hohes Klimageld selbst bei deutlich höheren CO2-Preisen zu einer höheren Akzeptanz fuhrt. Derzeit vertritt noch knapp die Hälfte der Befragten eine eher ambivalente, also leicht zustimmende oder leicht ablehnende Meinung zum Klimageld. Diejenigen, die eine Ruckerstattung von 80 Prozent der Einnahmen aus der zum Befragungszeitpunkt geltenden CO2-Bepreisung ablehnen, bekunden vor allem ihre generelle Ablehnung der CO2-Bepreisung. Als weiterer Grund wird die Skepsis hinsichtlich der klimapolitischen Wirksamkeit des betrachteten Klimagelds genannt. Der Grad der Zustimmung variiert zudem hinsichtlich einiger soziodemographischer Merkmale. In Anbetracht der absehbar steigenden CO2-Preise wird ein sozialer Ausgleich beispielsweise in Form eines Klimageldes notwendig sein. Die Studienergebnisse zeigen, wie wichtig es ist, die vorhandenen Bedenken zur klimapolitischen Wirksamkeit und der gerechten Verteilung der Kosten zu adressieren. Hierzu müssen die Ausgestaltung und Wirksamkeit des Klimageldes besser erläutert werden.
Keywords: climate dividend; carbon tax; distribution; survey (search for similar items in EconPapers)
JEL-codes: D31 H23 Q41 (search for similar items in EconPapers)
Date: 2025
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