Deutsche forschungsintensive Industrien schwächeln
Christian Danne and
Alexander Schiersch
DIW Wochenbericht, 2026, vol. 93, issue 21, 315-323
Abstract:
Die wirtschaftliche Stärke Deutschlands beruhte lange auf seinen forschungsintensiven Industrien, zu denen die Produzenten hochwertiger Technologiegüter und die spitzentechnologischen Industrien gehören. Doch diese Stärke schwindet. Der Wertschöpfungsanteil der Produzenten hochwertiger Technologiegüter, wie dem Automobil- und Maschinenbau oder der Chemie, ist in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen. Einhergehend damit ist der Anteil am Welthandel mit diesen Gütern stärker rückläufig, als es in anderen Ländern der Fall ist. Zugleich konnten die betreffenden Industrien seit 2016 kaum Produktivitätsfortschritte erzielen. Auch die deutschen spitzentechnologischen Industrien konnten keine überdurchschnittliche Dynamik entfalten. In anderen Volkswirtschaften, beispielsweise in Dänemark oder den Niederlanden, ist es den betreffenden Industrien besser gelungen, ihre Wertschöpfungsanteile zu halten oder auszubauen. Gleiches gilt für die Welthandelsanteile. Dieser Bericht zeichnet diese Entwicklungen nach und leitet wirtschaftspolitischen Handlungsbedarf ab: Die Regulierungsdichte muss sinken, ein europäischer Binnenmarkt für datengetriebene Geschäftsmodelle muss entstehen, und die Qualität der öffentlichen Verwaltung muss steigen. Ohne diese Hebel lässt sich die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie nicht dauerhaft sichern.
Keywords: Forschungsintensive Industrien; Wertschöpfung; Arbeitsproduktivität; Außenhandel (search for similar items in EconPapers)
JEL-codes: F10 O40 O57 (search for similar items in EconPapers)
Date: 2026
References: Add references at CitEc
Citations:
Downloads: (external link)
https://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.1008565.de/26-21-1.pdf (application/pdf)
Related works:
This item may be available elsewhere in EconPapers: Search for items with the same title.
Export reference: BibTeX
RIS (EndNote, ProCite, RefMan)
HTML/Text
Persistent link: https://EconPapers.repec.org/RePEc:diw:diwwob:93-21-1
Access Statistics for this article
DIW Wochenbericht is currently edited by Tomaso Duso, Marcel Fratzscher, Peter Haan, Claudia Kemfert, Alexander Kritikos, Alexander Kriwoluzky, Stefan Liebig, Lukas Menkhoff, Karsten Neuhoff, Carsten Schröder, Katharina Wrohlich and Sabine Fiedler
More articles in DIW Wochenbericht from DIW Berlin, German Institute for Economic Research Contact information at EDIRC.
Bibliographic data for series maintained by Bibliothek ().