Herstellung von Photovoltaikanlagen in der EU benötigt integrierte Industriestrategie
Thibault Deletombe and
Karsten Neuhoff
DIW Wochenbericht, 2026, vol. 93, issue 23, 343-349
Abstract:
Strom aus Photovoltaik (PV) ist entscheidend für eine stabile Versorgung Europas mit dekarbonisierter Energie zu wettbewerbsfähigen Preisen. Um die Versorgung mit PV-Modulen sicherzustellen, strebt die Europäische Union (EU) an, bis 2030 40 Prozent ihres Bedarfs mit einheimischen Produkten zu decken. Um dieses Ziel zu erreichen, brauchen die EU-Mitgliedstaaten auf Basis des Net Zero Industry Act ihre Förderung von PV-Projekten nicht mehr nur vom Preis abhängig machen, sondern können die Förderung auch an nicht preisbezogene Kriterien, wie die Energieeffizienz oder den CO2-Fußabdruck, knüpfen. Darüber hinaus schlägt die Europäische Kommission im Industrial Accelerator Act auch für geförderte PV-Anlagen spezifische „Made in EU“-Kriterien vor. Die nicht preisbezogenen Kriterien variieren zwischen den EU-Mitgliedstaaten. Diese Fragmentierung wird anhand eines Modells des europäischen PV-Modul-Produktionssektors untersucht. Eine EU-weite Harmonisierung der nicht preisbezogenen Kriterien würde das volle Potenzial des Binnenmarktes ausschöpfen, Kosten senken und den Wettbewerb verbessern.
Keywords: Photovoltaics; solar modules; non-price criteria; renewable auction; market integration (search for similar items in EconPapers)
JEL-codes: L51 L52 L60 Q27 Q40 (search for similar items in EconPapers)
Date: 2026
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