Bankenbeihilfen wirken stabilisierend – Wettbewerbsverzerrungen vor allem kurzfristig
Tomaso Duso,
Ela Głowicka,
Thomas Hildebrand,
Jan Málek,
Jo Seldeslachts,
Daniel Streitz and
Michael Tröge
DIW Wochenbericht, 2026, vol. 93, issue 25, 399-408
Abstract:
Staatliche Beihilfen für Banken in Schwierigkeiten sind ein zentrales Instrument der Finanzstabilität. Sie werfen jedoch Fragen nach möglichen Wettbewerbsverzerrungen auf. Dieser Wochenbericht analysiert die Auswirkungen solcher Beihilfen auf europäische Banken im Zeitraum 2007 bis 2021, indem Bankbilanzdaten mit den Beihilfedaten der Europäischen Kommission verknüpft werden. Mithilfe von Differenz-in-Differenzen- Analysen werden unterstützte Banken mit vergleichbaren, nicht unterstützten Instituten verglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass Beihilfen die finanzielle Stabilität verbessern, ohne die Marktdisziplin dauerhaft zu schwächen: Innerhalb von fünf Jahren werden Banken entweder wieder rentabel oder scheiden aus dem Markt aus. Bei Beihilfen auf Basis von Einzelbeschlüssen mit strengen Auflagen – dem dominanten Instrument – finden sich keine Hinweise auf Wettbewerbsverzerrungen. Dagegen zeigen sich bei breit angelegten Beihilferegelungen kurzfristige Wettbewerbsverzerrungen. Insgesamt begrenzt das Nebeneinander beider Instrumente potenzielle Verzerrungen bei vertretbarem Verwaltungsaufwand.
Keywords: banks; state aid; competition; viability (search for similar items in EconPapers)
JEL-codes: C23 D22 L1 L4 L64 (search for similar items in EconPapers)
Date: 2026
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