Energiewende-Monitor: Bei Erneuerbaren, Elektrifizierung und Speichern reicht die Dynamik noch nicht aus
Wolf-Peter Schill
DIW Wochenbericht, 2026, vol. 93, issue 30/31, 463-471
Abstract:
Die Stromerzeugung aus Solar- und Windenergie soll in Deutschland massiv ausgebaut werden, um fossile Kraft- und Brennstoffe durch Elektrifizierung in allen Sektoren zu ersetzen. Der DIW Energiewende-Monitor zeigt für das erste Halbjahr 2026 ein gemischtes Bild: Der Zubau erneuerbarer Energien schreitet voran, muss aber weiter beschleunigt werden, um die Ziele für 2030 zu erfüllen. Dies gilt auch für den Photovoltaik-Ausbau: Trotz früherer Erfolge fällt er aktuell hinter seine ansteigenden Zielvorgaben zurück. Die Wärmewende kommt nur schleppend voran, und noch immer werden viele neue Gasheizungen eingebaut. Die Anteile neu zugelassener Elektrofahrzeuge sind bei Pkw und bei Nutzfahrzeugen gegenüber dem vorigen Halbjahr weiter gestiegen. Ihre Anteile an den Gesamtflotten bleiben aber noch niedrig. Im Stromsektor wächst der Bedarf an Flexibilität, wie die Entwicklung der Großhandelspreise zeigt. Positiv hat sich der Ausbau von Großbatterien entwickelt. Ihr Zubau hat sich im ersten Halbjahr fast verdoppelt. Die Voraussetzungen für ein beschleunigtes Energiewendetempo sind bei allen Technologien nach wie vor sehr gut. Die Politik sollte dies nutzen und insbesondere die Weichen für eine schnellere Elektrifizierung stellen – nicht zuletzt, um die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten zu vermindern.
Keywords: Energy transition; solar PV; wind power; heat pumps; electric vehicles; storage (search for similar items in EconPapers)
JEL-codes: Q41 Q42 Q48 (search for similar items in EconPapers)
Date: 2026
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