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Ein Mindestlohn von 7,50 Euro je Stunde betrifft vor allem Arbeitsplätze im Dienstleistungssektor

Hans-Ulrich Brautzsch and Birgit Schultz

Wirtschaft im Wandel, 2008, vol. 14, issue 3, 102-105

Abstract: In der gegenwärtigen öffentlichen Debatte zur Einführung eines Mindestlohns werden verschiedene Vorschläge zur Ausgestaltung und zu dessen Höhe diskutiert. Vielfach wird ein Mindeststundenlohn von 7,50 Euro genannt. Dabei ist weitgehend unbekannt, wie viele Arbeitnehmer in den einzelnen Branchen derzeit weniger als 7,50 Euro verdienen. Deren Arbeitsplätze könnten bei Einführung eines Mindestlohns betroffen sein. Mit Hilfe von Daten des Sozio-oekonomischen Panels läßt sich zeigen, daß die Anteile der Gering¬verdiener an den Beschäftigten in einigen Wirtschaftszweigen beträchtlich sind. Insbe¬sondere in Ostdeutschland werden in einzelnen Branchen – vor allem im Einzelhandel sowie bei den wirtschaftsnahen Dienstleistern – besonders viele Arbeitnehmer mit weni¬ger als 7,50 Euro je Stunde entlohnt. Bei einer Erhöhung des Stundenlohns auf die ge¬forderte Mindesthöhe ist gerade in diesen arbeitsintensiven Branchen der Abbau von Be¬schäftigung zu befürchten.

Date: 2008
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