Wie man während Transformationen neutrale Ansichten und Perspektiven schafft. Lernen aus Rebecca Solnits Buch „A Field Guide to Getting Lost“
Peter Wollmann ()
Chapter Kapitel 6 in Die Transformation von Organisationen im öffentlichen und privaten Sektor, 2024, pp 111-124 from Springer
Abstract:
Zusammenfassung In diesem Artikel wird der erste Essay aus einer hervorragenden Sammlung von Essays der renommierten Schriftstellerin und Essayistin Rebecca Solnit (Open Door in: Solnit, R.; A Field Guide to Getting Lost, New York, Viking Penguin, 2005) verwendet, um eine andere Perspektive auf Transformationen in einem geschäftlichen oder organisatorischen Kontext zu geben und die Voraussetzungen für Transformationen, die Bereitschaft zur Transformation mit Mitteln ausserhalb der Betriebswirtschaft und Organisationstheorie zu beschreiben. Der Artikel stützt sich stark auf Metaphern, Ähnlichkeiten und Analogien aus Philosophie (Memo, Sokrates), Literatur (Keats, Edgar Allen Poe, Walter Benjamin, Virginia Wolfe), Wissenschaft (J. Robert Oppenheimer), etc., die sehr gut angewendet werden können. Die zentrale These ist, dass alle (radikalen) Transformationen eine neue Welt erkunden müssen, die zuvor (meistens oder völlig) unbekannt war und dass es für die Offenheit, die benötigt wird, um diese neue unbekannte Welt zu erkunden, entscheidend ist, sich zu verlieren, was bedeutet, aus dem traditionellen Denken und Wahrnehmen herausgezogen zu werden, um wichtige Erkenntnisse nicht zu verpassen oder Realitäten falsch zu interpretieren. Mit anderen Worten: neutrale, unbeeinflusste Ansichten und Perspektiven sind notwendig. Neues Wissen kann nur geschaffen werden, wenn ein Teil des traditionellen Wissens, das nicht mehr benötigt wird, „gelöscht“ wird. Dies könnte bereits wichtig sein, um die Notwendigkeit einer Transformation für eine Organisation zu verstehen und ihre allgemeine Kontur zu definieren. Aber dies ist besonders wichtig, wenn die Transformation, in der man sich befindet, ein echtes Paradigma, einen Glaubenswechsel darstellt. Obwohl Rebecca Solnits Perspektive eine persönliche ist, ist sie dennoch leicht auf ganze Organisationen übertragbar. Der Artikel unterstreicht auch – implizit – die Bedeutung, dass das Buch eine größere Anzahl von Artikeln aus Bereichen außerhalb der Betriebswirtschaft und Organisationstheorie enthält. Die VUCA (volatile, uncertain, complex, and ambiguous) Welt kann nur verstanden werden, wenn alle Perspektiven genutzt werden.
Date: 2024
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