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Warum Bildung nicht warten darf – die Relevanz von Bildung in humanitären Krisen

Carsten Montag () and Christine Idems ()
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Carsten Montag: Vorstand
Christine Idems: Referat Institutionelle Geber, Qualitätsentwicklung und humanitäre Hilfe

A chapter in Internationale Herausforderungen humanitärer NGOs, 2021, pp 25-47 from Springer

Abstract: Zusammenfassung Bildung war in der humanitären Hilfe lange ein Sektor, der nur wenig Beachtung fand, obwohl sie zu den Menschenrechten zählt und mit der Kinderrechtskonvention von 1989 als eines der grundlegenden Kinderrechte in ihrer Bedeutung bestätigt wurde. Während in den 1990er Jahren im humanitären Bereich zunächst das Augenmerk auf eher logistischen Fragen von Bildung lag, hat sich die Debatte im Laufe der 2000er verbreitert und ist grundsätzlicher geworden. Zunächst bestimmten Ansätze wie emergency education mit einem eher technokratischen Bildungsverständnis und die Entwicklung sogenannter education kits den Diskurs. Heute liegt Bildungsinterventionen während und nach Katastrophen oftmals ein umfassender Bildungsbegriff zugrunde. Abgesehen von verschiedenen Formen von Bildung (formale, non-formale Bildung, Grundbildung, life skills, berufliche Qualifikation) berücksichtigen gegenwärtige Konzepte viele verschiedene Aspekte von Bildung. Das gilt besonders für langwierige Krisen, die Flucht und Migration triggern und in denen Bildung für die Zukunft von Kindern und Jugendlichen eine elementare Bedeutung hat. Neben der Konzeptualisierung von Bildung als lebensrettend oder -erhaltend haben die Ergebnisse des Weltgipfels für humanitäre Hilfe 2016 und die Migrations- und Fluchtbewegungen der letzten Jahre dazu beigetragen, dass der Stellenwert von Bildungsangeboten im Rahmen humanitärer Hilfe zugenommen hat. Diese Entwicklung drückt sich in dem gestiegenen Mittelvolumen für Bildung in humanitären Krisen und globalen Initiativen wie Education Cannot Wait aus – der Bedarf ist aber bisher bei weitem nicht gedeckt.

Date: 2021
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DOI: 10.1007/978-3-662-62494-4_2

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