Abschied, Ambivalenz und emotionale Blockaden
Markus Gotzi ()
Chapter 2 in Emotionale Begleitung in der Unternehmensnachfolge, 2026, pp 17-33 from Springer
Abstract:
Zusammenfassung In der Praxis der Unternehmensnachfolge wird viel über Übergabe gesprochen – und erstaunlich wenig über Abschied. Übergabe klingt sachlich, kontrollierbar und lösungsorientiert. Abschied dagegen wirkt emotional, unklar und schwer greifbar. Genau deshalb wird er häufig ausgeklammert oder an den Rand gedrängt. Psychologisch ist diese Ausklammerung problematisch. Denn Abschied ist kein Begleitphänomen der Nachfolge, sondern ihr emotionaler Kern. Ohne Abschied kein Übergang. Ohne Übergang keine tragfähige Nachfolge. Abschied bedeutet nicht nur, eine Funktion abzugeben. Er bedeutet, sich von einer vertrauten Ordnung zu lösen: von Routinen, von Einfluss, von Sichtbarkeit, von Bedeutung. In Unternehmensnachfolgen betrifft Abschied deshalb weit mehr als operative Aufgaben. Er betrifft das Selbstverständnis der beteiligten Personen.
Date: 2026
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DOI: 10.1007/978-3-662-73929-7_2
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