Was soll sich ändern? Erkenntnisse und Erfordernisse für die Freiraumwende - Fazit aus den Beiträgen
What should change? Findings and requirements for the open space turnaround - a conclusion from the contributions
Christian Jacoby,
Hans-Jörg Domhardt,
Jakob Hüppauff,
Walter Kufeld and
Barbara Warner
A chapter in Freiraumsicherung und Freiraumentwicklung in der räumlichen Planung: Mit einem Perspektivenwechsel den Freiraumschutz stärken!, 2025, pp 334-354 from ARL – Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft
Abstract:
Impulse für die zukünftige Raumentwicklung gehen noch immer primär von Flächenforderungen für die weitere Siedlungs- und Infrastrukturentwicklung aus. Dabei werden erhebliche Freiraumverluste in Kauf genommen. Weiterhin sind innerhalb von Freiräumen erhebliche Raumnutzungsänderungen im Zuge der Energiewende, des Klima-, Biodiversitäts- und Naturschutzes zu erwarten sowie damit einhergehende naturschutz- und forstrechtliche Kompensationsmaßnahmen. Zugleich mangelt es bisher größtenteils an einer empirisch fundierten, strategischen und proaktiven Freiraumsicherung und -entwicklung mit hoher politischer Gewichtung und rechtlicher Verbindlichkeit. Nach einer Darstellung dieser problematischen Situation in einigen Beiträgen erfolgt in anderen eine überblicksartige Zusammenstellung der Erkenntnisse und Erfordernisse zu diesem Aufgabenkomplex. Als zentrale Aussagen werden gemeinsame Thesen und Forderungen zur zukünftigen Freiraumsicherung und -entwicklung (Was soll sich ändern?) formuliert. Ein Perspektivenwechsel in der räumlichen Planung wird für die überörtliche und örtliche räumliche Planung als notwendig erachtet: "vom Freiraum her denken, planen und handeln". Hervorgehoben wird in diesem Zusammenhang unter anderem die Notwendigkeit einer Novellierung der Vorschriften des Raumordnungs- und Baurechts mit dem Ziel eines konsistenten und wirksamen freiraumbezogenen Planungsrechts in § 13 Abs. 5 ROG, da die derzeitigen Formulierungen vor dem Hintergrund drängender räumlicher Herausforderungen zu unspezifisch und wenig zielgenau sind. Auch die einschlägigen Vorschriften des BauGB sollten mit dem Ziel eines konsistenten und wirksamen freiraumbezogenen Planungsrechts weiterentwickelt werden. Insgesamt gesehen muss es das Ziel sein, den Freiraum innerhalb und außerhalb von Siedlungsgebieten mit seinen gebietsspezifischen Funktionen und Nutzungen als eigenständige Kategorie zu etablieren und als zentrales Element einer nachhaltigen Raumentwicklung proaktiv zu entwickeln. Zur Umsetzung einer substanziell verbesserten Freiraumsicherung und -entwicklung in der räumlichen Planung auf landesweiter, regionaler und kommunaler Ebene bedarf es eines strategischen Aktionsprogramms. Im Rahmen einer planungspolitischen "Freiraumoffensive" sind die Belange des Freiraums neu einzuordnen und zu bewerten, verbesserte fachliche und rechtliche Grundlagen zu erarbeiten sowie der Stellenwert des Freiraums für die Gesellschaft und deren Resilienz herauszuheben. In diesem Sinne wird eine grundlegende "Freiraumwende" postuliert.
Keywords: Freiraumsicherung; Freiraumentwicklung; Perspektivenwechsel; Freiraum; Freiflächen; Flächenhaushaltspolitik; Freiraumoffensive; Freiraumstrategien; Freiraumwende; Open space protection; open space development; change of perspective; urban und rural open spaces; open space budget policy; open space offensive; open space strategies; open space turnaround (search for similar items in EconPapers)
Date: 2025
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DOI: 10.60683/f89x-j409
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