Der Rückgang des Produktivitätsfortschritts: Worum geht es?
Thomas Straubhaar
A chapter in Neuvermessung der Datenökonomie, 2021, pp 41-59 from Hamburg Institute of International Economics (HWWI)
Abstract:
"Technologischer Fortschritt ist der Motor für langfristiges Wirtschaftswachstum." So kurz und knapp formulierte das Stockholmer Nobelpreiskomitee den theoretischen Stellenwert neuer Technologien, als es 1987 Robert Solow für seine wissenschaftlichen Arbeiten über ökonomische Wachstumstheorien auszeichnete. Und weiter: "Wenn nach Solows Modell ein kontinuierlicher technologischer Fortschritt angenommen werden kann, wird das Wachstum der Realeinkommen ausschließlich durch den technologischen Fortschritt bestimmt." Also müsste im Zeitalter der Computer, der zunehmend leistungsfähigeren Automaten, der Roboter, der künstlichen Intelligenz, der autonomen und damit wirklich auto-mobilen Fahrzeuge sowie der selbstlernenden Maschinen ein Wachstumsschub die hochentwickelten Volkswirtschaften immer schneller voranbringen. Die empirische Realität jedoch scheint die theoretischen Erwartungen zu widerlegen. Das erkannte gerade der für seine Wachstumsmodelle geehrte Robert Solow: "Was alle für eine technologische Revolution halten - eine drastische Verbesserung in unserem produktiven Leben - wurde überall, einschließlich Japan, von einer Verlangsamung des Produktivitätswachstums begleitet, nicht von einer Steigerung. Überall sind Computer zu sehen, nur nicht in den Statistiken der Produktivitätsmessung." Stand bei Robert Solows Feststellung das Digitalisierungszeitalter noch am Anfang - und bezog er sich neben der Telekommunikation insbesondere auf die programmierbare Automation - bestätigt sich die Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis auch im Übergang zu einer Datenökonomie: "We see the influence of the information age everywhere, except in the GDP statistics", so Brynjolfsson und Saunders. (...)
Date: 2021
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DOI: 10.15460/hup.254.1923
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