Batteriespeicher sind Hebel der Energiewende – Großspeicher glätten Strompreise
Hendrik Moritz and
Johannes Rode
Publications of Darmstadt Technical University, Institute for Business Studies (BWL) from Darmstadt Technical University, Department of Business Administration, Economics and Law, Institute for Business Studies (BWL)
Abstract:
Seit 1991 sind die Preise von Lithium-Ionen-Zellen um 99 % gefallen. Diese Entwicklung ist vor allem auf Skaleneffekte und Effizienzsteigerungen zurückzuführen, begünstigt durch die gestiegene Nachfrage nach Elektroautos. In Deutschland hat sich die installierte Batteriespeicherleistung im Stromsektor in den letzten fünf Jahren mehr als verachtfacht, vor allem dank Heimspeichern. Netzgebundene Großspeicher auf Lithium-Ionen-Basis gewinnen Marktanteile, andere Speicherformen wie Pumpspeicher stagnieren. Unsere Analyse zeigt: Strompreiszonen mit vielen Großbatteriespeichern weisen im Großhandel geringere Preisschwankungen auf. Bei Heimspeichern ist der Effekt vernachlässigbar. Sie sind bislang überwiegend auf Eigenverbrauch ausgerichtet. Hemmnisse bestehen für Großbatteriespeicher beim Netzanschluss. Zudem bildet das aktuelle Marktdesign lokale Netzengpässe mit einem deutschlandweit einheitlichen Börsenstrompreis nicht ab. Dynamische Netzentgelte bieten einen Ansatz, um diese Netzengpässe ökonomisch zu berücksichtigen.
Date: 2026-08-20
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Published in Fokus Volkswirtschaft / KfW 555 (2026-08-20)
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