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Analyse der Übergänge aus Arbeitsuche in Beschäftigung in der Arbeitsmarktregion Kiel: Befunde für die Teilregion Stadt Kiel

Hendrik Lüth, Jan Cornelius Peters, Johannes Puckelwald, Hayo Herrmann, Alexander Gillam and Annekatrin Niebuhr
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Hendrik Lüth: Institut für Regionalforschung, Universität Kiel
Johannes Puckelwald: Institut für Regionalforschung, Universität Kiel
Hayo Herrmann: Institut für Regionalforschung, Universität Kiel
Alexander Gillam: IAB

No 201302, IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Nord from Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Nürnberg [Institute for Employment Research, Nuremberg, Germany]

Abstract: "Diese Studie konzentriert sich auf den im Sinne der Arbeitsmarktpolitik positiven Aspekt des Arbeitsplatzumschlags und liefert detaillierte Erkenntnisse zu den Übergängen aus Arbeitsuche in Beschäftigung für die Arbeitsmarktregion Kiel. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Teilregion Stadt Kiel. Die Analysen zeigen, dass das Matching von offenen Stellen und Arbeitsuchenden stark kleinräumiger Natur ist. Bei knapp 60 % der Arbeitsuchenden aus der Stadt Kiel erfolgen die Beschäftigungsaufnahmen innerhalb der Stadt. Insgesamt zeigt sich, dass mehr Arbeitsuchende von außerhalb eine Beschäftigung in der Stadt Kiel aufnehmen als Arbeitsuchende aus der Stadt Kiel außerhalb von ihr. Es ergibt sich folglich ein Mobilitätsgewinn. Für die Arbeitsmarktregion Kiel insgesamt ist eine ausgeglichene Mobilitätsbilanz festzustellen. Nach Personenmerkmalen differenzierte Auswertungen zeigen zum einen, dass einzelne Gruppen Arbeitsuchender unterschiedlich mobil sind. Zum anderen stehen auch die Beschäftigungschancen der Arbeitsuchenden in einem engen Zusammenhang mit ihren individuellen Merkmalen. Darüber hinaus ergeben die Auswertungen, dass die Fähigkeit des Arbeitsmarktes Arbeitsuchende aufzunehmen vorrangig von Umfang und Entwicklung der Arbeitsnachfrage abhängt. Eine besondere Bedeutung hat dabei die Branchenstruktur. Die Wirtschaftszweige besitzen unterschiedliche Beschäftigungspotentiale, weil die Entwicklung der Arbeitsnachfrage und die Personalfluktuation zwischen den Branchen jeweils deutlich variiert. Auffällig ist, dass die nach Wirtschaftszweigen differenzierten Analysen auf einen gewissen Gegensatz zwischen Quantität und Qualität der Beschäftigungsaufnahmen hindeuten. Einige Wirtschaftszweige bieten zwar viele Beschäftigungsmöglichkeiten für Arbeitsuchende, allerdings ist die Beschäftigungsdauer in diesen Bereichen häufig relativ kurz. Insbesondere gilt dies für die Zeitarbeit. Im Gegensatz dazu bietet das Gesundheitswesen häufig stabile Beschäftigungen. Für diesen Wirtschaftszweig sind jedoch - gemessen an seiner Größe - relativ wenige Übergänge aus Arbeitsuche zu beobachten. Werden Beschäftigungsaufnahmen von ALG II-Empfängern dahingehend ausgewertet, ob sie bedarfsdeckend sind, zeigen sich ebenfalls erhebliche Unterschiede zwischen den Wirtschaftszweigen. So ist die Mehrheit der ehemaligen ALG II-Empfänger, die eine Beschäftigung in der Gastronomie oder in Callcentern aufnehmen, weiterhin auf den Bezug von ALG II angewiesen. In anderen Branchen überwiegen hingegen die bedarfsdeckenden Beschäftigungsaufnahmen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

Keywords: Bundesrepublik Deutschland; Kiel; Schleswig-Holstein; berufliche Integration; Beschäftigungsdauer; Beschäftigungsentwicklung; Integrierte Erwerbsbiografien; matching; regionale Mobilität; regionaler Arbeitsmarkt; Stadtregion; Arbeitslose; Arbeitsmarktchancen; Wirtschaftszweige; Arbeitsuchende; 2005-2010 (search for similar items in EconPapers)
Pages: 101 pages
Date: 2013
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