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Aufschwung mit schwächen

Gustav Horn, Jan Behringer (), Alexander Herzog-Stein (), Peter Hohlfeld, Katja Rietzler, Sabine Stephan (), Thomas Theobald () and Silke Tober

No 118-2016, IMK Report from IMK at the Hans Boeckler Foundation, Macroeconomic Policy Institute

Abstract: Das globale Wachstum ist im Prognosezeitraum nur verhalten aufwärtsgerichtet. Zwar hat sich die Lage in den größeren Schwellenländern stabilisiert, aber die Abflachung des chinesischen Booms dämpft weiterhin den Welthandel. Trotz einer sehr expansiven Ausrichtung aller großen Zentralbanken bleibt die Investitionstätigkeit in den Industrieländern schwach, mit negativen Folgen nicht nur für die gesamtwirtschaftliche Nachfrage sondern auch die Produktivitätsentwicklung. Die Wirtschaft im Euroraum, die zudem besonders stark von der Brexit-Entscheidung des Vereinigten Königsreichs betroffen ist, wird vor diesem Hintergrund auch im Prognosezeitraum unter ihren Produktionsmöglichkeiten bleiben.Das gilt weniger ausgeprägt auch für Deutschland, wo sich die Konjunktur als relativ robust erweist. Hier ist es ebenfalls insbesondere die Investitionszurückhaltung, die einen stärkeren Aufschwung im Wege steht. Der private Konsum, getragen von Zuwächsen bei der Beschäftigung und den Löhnen, leistet den entscheidenden Wachstumsbeitrag. Die Fiskalpolitik ist expansiv ausgerichtet, ohne allerdings den fiskalischen Spielraum auch nur annähernd auszuschöpfen. Sie setzt zudem nach wie vor viel zu wenig auf öffentliche Investitionen. Zugleich wird Deutschland in diesem Jahr einen höheren Überschuss im Außenhandel aufweisen als je zuvor.Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland wird infolge der kräftigen Entwicklung in der ersten Jahreshälfte um 1,9 % im Jahresdurchschnitt steigen und 2017 bei kaum verringertem Tempo um jahresdurchschnittlich 1,3 % zunehmen. Dabei ist der Rückgang in den Jahresraten überwiegend auf die geringere Anzahl der Arbeitstage zurückzuführen; kalenderbereinigt expandiert das Bruttoinlandsprodukt 2016 und 2017 um 1,8 % bzw. 1.6 %. Die Arbeitslosenquote beträgt in diesem Jahr 6,1 % (2017: 6,3 %) und die Verbraucherpreise steigen nur um 0,4 % (2017: 1,2 %).

New Economics Papers: this item is included in nep-ger
Date: 2016
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