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Vom Zollscharmützel zum Handelskrieg

Sebastian Dullien (), Sabine Stephan () and Thomas Theobald ()

No 151-2019, IMK Report from IMK at the Hans Boeckler Foundation, Macroeconomic Policy Institute

Abstract: Der Schaden eines Handelskonflikts zwischen den USA und der EU hängt von seiner Dauer und dem Preissetzungsverhalten der Exporteure ab. Ein kurzfristiger und auf Zölle beschränkter Handelskonflikt beeinflusst die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in den betroffenen Ländern kaum, wenn die Exporteure Zollerhöhungen in ihren Gewinnmargen auffangen und so verhindern, dass der Zoll-Schock Eingang in die Realwirtschaft findet. Dieses Preissetzungsverhalten ist nicht nur volkswirtschaftlich vorteilhaft, sondern auch aus Sicht der Unternehmen, wenn diese auf Märkten mit monopolistischer Konkurrenz agieren. In einem langen Handelskonflikt überwälzen die Exporteure die Zölle auf die Endverbraucher. In diesem Fall erleiden Deutschland und die USA Wachstumseinbußen, wobei der Schaden für die USA größer ist. Schädlicher als die Zölle selbst ist allerdings die Unsicherheit, die mit der Dauer des Konflikts zunimmt. Mit einer aktiven Fiskalpolitik können die betroffenen Länder die schädlichen Effekte des Handelskonflikts auf das BIP abmildern. Da jedoch der fiskalpolitische Spielraum für Deutschland aufgrund der Schuldenbremse und der EU-Fiskalregeln geringer ist als für die USA, können die USA als "relativer Gewinner" aus dem Handelskonflikt hervorgehen.

Pages: 24 pages
Date: 2019
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