Einfluss regionaler Bankenmärkte auf dezentrale Banken: Demographie, Bankenwettbewerb und Kreditportfolio
Uwe Christians and
Stefan Gärtner
No 02/2014, Forschung Aktuell from Institut Arbeit und Technik (IAT), Westfälische Hochschule, University of Applied Sciences
Abstract:
Auf Grundlage eines neuen Datensatzes wird untersucht, warum dezentrale Banken auch in strukturschwachen Regionen, in denen sie wichtige gesamtgesellschaftliche Aufgaben übernehmen, i.d.R. erfolgreich wirtschaften. Sparkassen in demographisch schrumpfenden Regionen und insbesondere in Ostdeutschland, in denen ein vergleichsweise geringer Bankenwettbewerb (regionale Marktstruktur) besteht, haben gleichwohl eine höhere Quote an notleidenden Krediten, einen höheren Sparüberschuss und eine höhere Zinsspanne als die Institute in der Vergleichsgruppe der wachsenden westdeutschen Regionen. Unsere Analysen lassen nicht darauf schließen, dass die höhere Marktmacht der Sparkassen in demographisch schrumpfenden Regionen (Oligopolrenten) einen ausgeprägten Einfluss auf Rentabilität und Kreditrisiko hat. Allerdings erscheint uns bedeutsam, dass die Erfolgsfaktoren dezentraler Banken in strukturschwachen Regionen auch in dem föderalen Staatsaufbau und einem spezifischen auf regionalen Ausgleich ausgerichteten Wohlfahrtsmodell begründet liegen. So werden in demographisch schrumpfenden und strukturschwachen Regionen hohe Sparüberschüsse auch deshalb erwirtschaftet, weil dort die Rentner zurzeit noch über relativ hohe Renten verfügen und daher eine hohe Sparquote verursachen.
Date: 2014
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