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Weltkonjunktur und deutsche Konjunktur im Sommer 2006

Jonas Dovern, Klaus Gern, Frank Oskamp, Birgit Sander, Joachim Scheide, Alfred Boss and Carsten-Patrick Meier

No 428/429, Kiel Discussion Papers from Kiel Institute for the World Economy (IfW Kiel)

Abstract: [Konjunktur in den Industrieländern bleibt vorerst kräftig] Die Konjunktur in den Industrieländern ist auch in der ersten Hälfte des Jahres 2006 deutlich aufwärts gerichtet gewesen. Allerdings haben sich die konjunkturellen Rahmenbedingungen in den vergangenen Monaten merklich verschlechtert. Zum einen sind die Ölpreise auf neue historische Höchstmarken gestiegen. Vor allem aber wird der Rückenwind von monetärer Seite zusehends schwächer, nachdem die Notenbanken inzwischen weltweit ihre Politik straffen. Dabei sind die Realzinsen sowohl in der kurzen wie in der langen Frist im historischen Vergleich aber nach wie vor recht niedrig. So bleiben wir bei unserer Prognose, dass sich die Konjunktur in den Industrieländern im Verlauf dieses Jahres und im nächsten Jahr zwar etwas verlangsamt, die gesamtwirtschaftliche Produktion aber weiterhin kräftig - etwa so stark wie im mittelfristigen Trend - steigt. Unsere Erwartung für die Zuwachsrate des realen Bruttoinlandsprodukts von 3,0 Prozent im Jahr 2006 und 2,6 Prozent im Jahr 2007 hat sich im Vergleich zur Prognose vom vergangenen März nicht verändert. - [Aufschwung in Deutschland gewinnt zunächst noch an Fahrt] Die deutsche Wirtschaft befindet sich weiterhin in einem kräftigen Aufschwung. Wir lassen unsere Prognose für den Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2006 und im Jahr 2007 unverändert. Bis zum Jahresende dürfte der Produktionsanstieg sehr kräftig sein. Im kommenden Jahr wird die Konjunktur allerdings, bedingt durch die höheren Zinsen und die langsamere Expansion der Weltwirtschaft sowie vor allem durch die Mehrwertsteuererhöhung, an Fahrt verlieren. Der dämpfende Effekt auf die Konjunktur könnte geringer ausfallen, wenn die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung stärker gesenkt würden als bisher geplant; die Finanzlage der Bundesagentur für Arbeit würde dies gestatten.

Date: 2006
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