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Deutsche Konjunktur im Sommer 2018 - Deutsche Wirtschaft: Luftloch im konjunkturellen Höhenflug

Martin Ademmer, Jens Boysen-Hogrefe (), Salomon Fiedler, Dominik Groll (), Philipp Hauber, Nils Jannsen, Stefan Kooths, Galina Potjagailo and Maik Wolters

No 44, Kieler Konjunkturberichte from Kiel Institute for the World Economy (IfW)

Abstract: Die Konjunktur in Deutschland hat eine Verschnaufpause eingelegt. Für das laufende Jahr revidieren wir unsere Prognose für den Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts um 0,5 Prozentpunkte auf nun 2 Prozent nach unten. Die konjunkturelle Schwächephase zu Jahresbeginn dürfte vor allem auf temporäre Ursachen zurückgegangen sein, so dass sich die Produktion im Verlauf des Jahres wohl wieder beschleunigen wird. Für das Jahr 2019 rechnen wir mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 2,3 Prozent. Damit legt die Produktion bei bereits deutlich überausgelasteten Kapazitäten weiter stärker zu als das Produktionspotenzial, so dass sich die deutsche Wirtschaft mehr und mehr ihrem Limit nähert. Für eine wieder höhere konjunkturelle Dynamik ab Mitte des Jahres sprechen die hohen Einkommenszuwächse der privaten Haushalte, die sich neben der anhaltend guten Lage am Arbeitsmarkt im laufenden aber vor allem im kommenden Jahr auch aus Leistungsausweitungen und Abgabensatzsenkungen speisen. In der Folge dürften die privaten Konsumausgaben kräftig zulegen. Auch die Bauinvestitionen dürften weiter aufwärts gerichtet bleiben, selbst wenn sich hier Kapazitätsengpässe bereits bemerkbar machen und in deutlich steigenden Baupreisen resultieren. Die Exporte werden durch die robuste Weltkonjunktur gestützt. Die Unternehmensinvestitionen dürften nur moderat ausgeweitet werden. Zwar regen die gute Geschäftslage und der hohe Auslastungsgrad die Unternehmen zu Erweiterungsinvestitionen an. Allerdings wird ihre Investitionsfreude derzeit durch das fragile internationale Politikumfeld belastet. Die öffentlichen Haushalte werden aufgrund der sprudelnden Einnahmen weiter hohe Überschüsse erzielen. Diese sind jedoch vor allem der guten Konjunktur geschuldet. Aufgrund der kräftig steigenden Ausgaben wird sich der strukturelle Budetsaldo im Jahr 2019 voraussichtlich deutlich verringern und in etwa ausgeglichen sein.

Keywords: Konjunkturprognose; Stabilisierungspolitik; Frühindikatoren; Ausblick; Prognosefehlerevaluierung; Konsum; Faktormodell (search for similar items in EconPapers)
Date: 2018
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