Dienstleistungshandel: Wo ist die EU stark, wo bestehen Abhängigkeiten? Eine empirische Analyse des globalen Dienstleistungshandels
Samina Sultan
No 2-2026, IW-Reports from Institut der deutschen Wirtschaft (IW) / German Economic Institute
Abstract:
Die Bedeutung des globalen Dienstleistungshandels hat in den letzten Jahren stark zugenommen. So erreichte der Dienstleistungsexport gemessen an den weltweiten Gesamtexporten im Jahr 2023 einen Anteil von über 27 Prozent, in der EU gar von rund 33 Prozent. Gegenüber 2010 ist das global gesehen eine Steigerung um 6 Prozentpunkte, für die EU gar um rund 8 Prozentpunkte. In Deutschland war der Anteil des Dienstleistungsexports mit rund 24 Prozent noch etwas geringer, was auch eine Folge des starken Industriesektors hierzulande ist. Doch selbst in Deutschland ist der Anteil der Dienstleistungen am Gesamtexport seit 2010 um 7 Prozentpunkte gestiegen. Die Relevanz des Dienstleistungshandels nimmt auch deshalb zu, weil dessen Wachstumsdynamik, anders als im Warenhandel, hoch bleibt. So ist der Weltdienstleistungsexport in den letzten zehn Jahren nominal um 60 Prozent gewachsen, während der Warenexport in derselben Zeit weniger als halb so viel zugenommen hat. Vor allem in den letzten drei Jahren seit der Coronapandemie ist der globale Dienstleistungsexport weiter kräftig gewachsen, während der Warenexport nur moderat zugelegt hat oder sogar rückläufig war. In der EU hat sich der Dienstleistungsexport zwischen 2005 und 2023 fast verdreifacht, in Deutschland ist er um das Zweieinhalbfache gestiegen. Der Dienstleistungshandel dürfte auch in den kommenden Jahren weiterhin deutlich stärker zulegen als der Warenhandel. Auch weil der zunehmende Protektionismus sowie die anhaltende Schwäche der deutschen Industrie, etwa aufgrund hoher Energie- und Bürokratiekosten, den Warenhandel stärker eintrübt als den Handel mit Dienstleistungen. Bislang gibt es jedoch wenig Forschung zum Dienstleistungshandel, was lange Zeit auch am Mangel an international vergleichbaren Daten auf disaggregierter Ebene zum Dienstleistungshandel lag. Hier setzt diese Studie an, indem sie den neuen Datensatz der OECD-WTO Balanced Trade in Services Datenbank (BaTIS) für den Zeitraum 2005 bis 2023 nutzt, um den globalen und insbesondere den europäischen Dienstleistungshandel zu untersuchen, etwa auf mögliche Stärken aber auch bestehende Abgängigkeiten [...]
Keywords: Dienstleistungshandel; Welt; Internationale Wirtschaftsbeziehungen; Internationaler Wettbewerb; Wirtschaftliche Abhängigkeit; EU-Staaten; Deutschland; USA; China (search for similar items in EconPapers)
JEL-codes: F10 F14 F15 (search for similar items in EconPapers)
Date: 2026
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