Die Problem-Balance-Bilanz
Albert Martin
No 14, Schriften aus dem Institut für Mittelstandsforschung from Leuphana Universität Lüneburg, Institut für Mittelstandsforschung (IMF)
Abstract:
In diesem Beitrag wird ein neues Instrument zur Unterstützung der kollektiven Entscheidungsfindung in Organisationen vorgestellt. Bei diesem Instrument, der Problem-Balance-Bilanz (PBB) handelt es sich um ein bewußt einfach gehaltenes Instrument zur Dokumentation des Status von Entscheidungsprozessen. Wie die einschlägige Forschung zeigt, leiden viele Entscheidungsprozesse an einer mangelhaften Qualität. Es ist davon auszugehen, daß ein verbessertes Entscheidungsmanagement Abhilfe schaffen kann. Die Entwicklung der PBB beruht auf drei Grundüberlegungen. Die erste Grundüberlegung bezieht sich auf die theoretische Fundierung von entscheidungsunterstützenden Instrumenten. Es wird vorgeschlagen, die Entwicklung von Entscheidungsmethoden eng in die deskriptive Entscheidungsforschung einzubinden, also die Erkenntnisse der empirischen Forschung zu nutzen. Die PBB setzt insbesondere bei potentiellen Gefährdungen an, denen ein Entscheidungsprozeß ausgesetzt ist. Sie richtet sich darauf, diesen Gefährdungen zu begegnen. Die zweite Grundüberlegung basiert auf der Einsicht, daß es nicht hinreicht, daß die Entscheider willens sind, gute Entscheidungen zu treffen. Die Qualität von Entscheidungen verbessert sich insbesondere dann, wenn die gegebenen Entscheidungsstrukturen den Entscheidern besondere Anstrengungen abfordern. Diesbezüglich eignen sich insbesondere widersprüchliche Strukturen, die eine lebendige Balance erzeugen. Die PBB setzt dementsprechend bewußt auf die simultane Erzeugung von Ungleichgewichten und das Wecken integrativer Kräfte. Die dritte Grundüberlegung stellt heraus, daß es keine Universalinstrumente geben kann. Es ist daher notwendig, sich darüber Klarheit zu verschaffen, wie sichergestellt werden kann, daß bei der konkreten Ausgestaltung der PBB die situativ gegebenen Besonderheiten berücksichtigt werden.
Date: 2001
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