Todesfälle durch Suizid, Alkohol und Drogen sinken deutlich bei Männern und Frauen in Ost- und Westdeutschland
Peter Haan,
Anna Hammerschmid,
Robert Lindner and
Julia Schmieder
DIW Wochenbericht, 2019, vol. 86, issue 7/8, 99-105
Abstract:
In den USA sind seit Ende der 90er Jahre die Mortalitätsraten bei weißen nichthispanischen Menschen mittleren Alters unerwartet gestiegen. Dieser Anstieg ist das Resultat einer erheblichen Zunahme von sogenannten Deaths of Despair, also von Suiziden und Todesfällen, die mit Drogen und Alkohol zusammenhängen. Eine ähnliche Entwicklung gibt es in Deutschland nicht. Die allgemeine Mortalitätsrate bei Männern und Frauen mittleren Alters ist sowohl in West- als auch in Ostdeutschland seit 1990 gesunken. Ebenso ist die relative Anzahl an Todesfällen durch Suizide und durch Drogen und Alkohol für alle diese Gruppen im selben Zeitraum gefallen. Auch bei einer Unterscheidung nach Familienstand oder nach deutscher und nichtdeutscher Nationalität steigen bei keiner dieser Untergruppen die Deaths of Despair. Dieses Ergebnis ist bemerkenswert, weil insbesondere Männer und Frauen in Ostdeutschland durch die Wiedervereinigung gravierende Veränderungen in ihren Lebensumständen erfahren haben. Mögliche Gründe für das unterschiedliche Ergebnis im Vergleich zu den USA sind ein stärker ausgeprägtes Sozialsystem und ein flächendeckendes Krankenversicherungssystem in Deutschland.
Keywords: Mortality; lifetime inequality; causes of death; deaths of despair; Germany (search for similar items in EconPapers)
JEL-codes: I10 I14 J11 (search for similar items in EconPapers)
Date: 2019
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