Erwerbstätigkeit im Alter: bereits bedeutend – aber ausbaufähig
Anna Bindler,
Marcus Borlinghaus,
Hermann Buslei,
Johannes Geyer and
Peter Haan
DIW Wochenbericht, 2025, vol. 92, issue 48, 767-775
Abstract:
Eine höhere Erwerbsbeteiligung älterer Menschen wird häufig als Möglichkeit gesehen, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Das tatsächlich realisierbare Potenzial lässt sich jedoch nur schwer abschätzen. Ein Ausgangspunkt ist die bereits bestehende Beschäftigung Älterer. Auswertungen von Daten des Mikrozensus 2022 zeigen, dass Personen im Alter von 66 Jahren und älter bereits heute einen beachtlichen Anteil der Erwerbstätigen stellen, ihre durchschnittlichen Arbeitszeiten fallen jedoch niedriger aus als bei Jüngeren. Unter den älteren Erwerbstätigen sind Selbstständige überdurchschnittlich stark vertreten. Je besser die gesundheitliche Verfassung und je höher das Bildungsniveau, desto größer ist die Erwerbsbeteiligung im Alter. Die Beschäftigung Älterer erstreckt sich zudem über zahlreiche Branchen. Sie sind etwa genauso häufig wie Jüngere in Berufen tätig, in denen die Arbeitsnachfrage das Angebot nicht nur kurzfristig übersteigt (Engpassberufe). Neben Anpassungen im Renten- und Steuerrecht könnten vor allem Maßnahmen zur Förderung von Bildung und Gesundheit zu einer weiteren Ausweitung der Beschäftigung Älterer beitragen.
Keywords: Labor scarcity; labor supply; aging; health; education (search for similar items in EconPapers)
JEL-codes: J14 J21 J26 (search for similar items in EconPapers)
Date: 2025
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