Transformationspotenzial durch KI betrifft ebenso Männer wie Frauen auf dem Arbeitsmarkt
Virginia Sondergeld,
Katharina Wrohlich and
Julia Redelings
DIW Wochenbericht, 2026, vol. 93, issue 14/15, 235-241
Abstract:
Der technologische Fortschritt im Bereich generativer Künstlicher Intelligenz (KI) wird den Arbeitsmarkt in Zukunft stark verändern. Das Transformationspotenzial durch KI unterscheidet sich dabei stark zwischen Berufen. Da der deutsche Arbeitsmarkt deutlich nach Geschlechtern segregiert ist, stellt sich die Frage, ob die Transformation durch generative KI Frauen und Männer unterschiedlich betreffen wird. Werden Daten zum Transformationspotenzial einzelner Berufsgruppen dem jeweiligen Anteil weiblicher Beschäftigter gegenübergestellt, so zeigt sich kein eindeutiger Zusammenhang zwischen dem Frauenanteil in einer Berufsgruppe und dem Transformationspotenzial durch KI. Sowohl einige sehr stark frauendominierte als auch einige sehr stark männerdominierte Berufsgruppen, wie die Kinderbetreuung oder der Bau, wird KI sehr wenig verändern. Die meisten der Berufe mit hohem Transformationspotenzial haben hingegen einen eher ausgewogenen Anteil an männlichen und weiblichen Beschäftigten. Da sich voraussichtlich aber nahezu alle Berufe durch die KI-Transformation verändern werden, gibt es für alle Beschäftigten – Frauen wie Männer – Bedarf an einschlägiger Weiterbildung. Hierbei sollte die in manchen Studien beobachtete geschlechtsspezifische Lücke in KI-Kompetenzen möglichst geschlossen werden.
Keywords: Generative AI; gender inequalities; job segregation (search for similar items in EconPapers)
JEL-codes: J16 J21 J23 J24 O33 (search for similar items in EconPapers)
Date: 2026
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