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Klimasorgen bewegen Deutsche mehr und mehr

Daniel Graeber, Laura Schmitz and Franziska Holz

DIW Wochenbericht, 2026, vol. 93, issue 19, 287-294

Abstract: Der Klimawandel löst bei zahlreichen Menschen Ängste aus. Sorgen über die Folgen des Klimawandels, sogenannte Klimasorgen, variieren erheblich nach Alter, Generation und im Zeitverlauf. Dieser Wochenbericht untersucht auf Basis von Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP), inwieweit diese Unterschiede auf Alterseffekte, generationale Sozialisation oder jahresspezifische Ereignisse zurückgehen. Die Ergebnisse zeigen, dass Klimasorgen in der deutschen Bevölkerung seit 2013 insgesamt zunehmen. Dies deutet auf den Einfluss externer Ereignisse wie Extremwetter und gesellschaftliche Mobilisierungsprozesse hin. Kohorteneffekte sind stärker ausgeprägt als Alterseffekte, wobei jüngere Generationen systematisch größere Klimasorgen aufweisen. Entgegen verbreiteten Annahmen wachsen Klimasorgen auch innerhalb einer Generation mit zunehmendem Alter. Daher sollte sich klimapolitische Kommunikation nicht einseitig auf bestimmte Altersgruppen konzentrieren, sondern alle Generationen ansprechen. Da Klimaereignisse häufig zu einer erhöhten öffentlichen und politischen Aufmerksamkeit führen, sollten diese Zeitfenster besser genutzt werden. Sie bieten die Möglichkeit, sowohl kurzfristige Unterstützungsmaßnahmen für Betroffene als auch langfristige klimapolitische Strategien voranzutreiben.

Keywords: Socio-economic panel; climate change; climate change concern; public opinion; age period cohort model (search for similar items in EconPapers)
JEL-codes: D91 I31 J11 Q54 (search for similar items in EconPapers)
Date: 2026
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Page updated 2026-05-08
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