Chinas Dominanz im Schiffbau und US-Handelspolitik schaffen neue Risiken für Europa und andere Handelspartner
Sonali Chowdhry,
Inga Heiland and
Hendrik Mahlkow
DIW Wochenbericht, 2026, vol. 93, issue 28, 439-444
Abstract:
China ist mittlerweile der weltweit dominierende Hersteller von Handelsschiffen und wird im Jahr 2025 mehr als die Hälfte aller neuen Schiffe bauen. Anhand neuer Daten, die maritime Transaktionen, Schiffsregister und Schiffspositionen kombinieren, zeigt dieser Bericht, wie weit in China gebaute Schiffe im globalen Handel verankert sind. Zudem werden die Auswirkungen möglicher US-Hafengebühren quantifiziert, die ab November 2026 für in China gebaute Schiffe in Kraft treten könnten. Negative wirtschaftliche Folgen treffen eher die USA als China, mit negativen Auswirkungen auf andere Exportländer, die vom Transport mit in China gebauten Schiffen abhängig sind. In der neuen maritimen Industriestrategie der EU werden solche geopolitischen Bedrohungen zwar erkannt, eine systematische Erfassung der Abhängigkeiten der Länder im Seeverkehr und ihrer Anfälligkeit gegenüber einseitigen politischen Maßnahmen ist jedoch nach wie vor erforderlich.
Keywords: China; Global trade; Industrial maritime strategy; Geo-economics (search for similar items in EconPapers)
JEL-codes: F13 F14 F52 R41 (search for similar items in EconPapers)
Date: 2026
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