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Geschlechtsspezifische Unterschiede in der Einschätzung fairer Löhne verringern sich mit weiblichen Vorgesetzten

Jule Adriaans, Anja Kirsch, Carsten Sauer and Katharina Wrohlich

DIW Wochenbericht, 2026, vol. 93, issue 3, 30-34

Abstract: Geschlechterstereotype Zuschreibungen sind einer der Gründe für die anhaltenden geschlechtsspezifischen Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt. Bei solchen Zuschreibungen handelt es sich um bewusste oder unbewusste Vorurteile in Bezug auf Eigenschaften und Rollen, die Frauen und Männer vermeintlich haben (sollen). Die vorliegende Studie zeigt jedoch, dass Frauen in Führungspositionen dazu beitragen können, geschlechterstereotype Zuschreibungen innerhalb der Belegschaft zu verändern. Grundlage der Analyse sind Daten aus einem Befragungsexperiment, in dem Beschäftigte zu zwei Zeitpunkten die Gerechtigkeit von Löhnen einschätzten. Die Daten zeigen einen Gender Gap in den als gerecht erachteten Löhnen. Die Befragten bewerteten niedrigere Löhne für Frauen im Durchschnitt also als gerecht. Wurde innerhalb eines Zeitraums von fünf Jahren aber eine Frau anstelle eines Mannes die direkte Führungskraft, verringerte sich dieser Gender Gap signifikant. Ein höherer Anteil von Frauen in Führungspositionen kann langfristig also offenbar dazu beitragen, geschlechterstereotype Vorurteile abzubauen. Geschlechterstereotype Zuschreibungen sind einer der Gründe für die anhaltenden geschlechtsspezifischen Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt. Bei solchen Zuschreibungen handelt es sich um bewusste oder unbewusste Vorurteile in Bezug auf Eigenschaften und Rollen, die Frauen und Männer vermeintlich haben (sollen). Die vorliegende Studie zeigt jedoch, dass Frauen in Führungspositionen dazu beitragen können, geschlechterstereotype Zuschreibungen innerhalb der Belegschaft zu verändern. Grundlage der Analyse sind Daten aus einem Befragungsexperiment, in dem Beschäftigte zu zwei Zeitpunkten die Gerechtigkeit von Löhnen einschätzten. Die Daten zeigen einen Gender Gap in den als gerecht erachteten Löhnen. Die Befragten bewerteten niedrigere Löhne für Frauen im Durchschnitt also als gerecht. Wurde innerhalb eines Zeitraums von fünf Jahren aber eine Frau anstelle eines Mannes die direkte Führungskraft, verringerte sich dieser Gender Gap signifikant. Ein höherer Anteil von Frauen in Führungspositionen kann langfristig also offenbar dazu beitragen, geschlechterstereotype Vorurteile abzubauen.

Keywords: Gender pay gap; gender stereotypes; female leadership; survey experiment; panel data; justice evaluations (search for similar items in EconPapers)
JEL-codes: D63 J16 J31 J82 (search for similar items in EconPapers)
Date: 2026
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Page updated 2026-01-15
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