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Exzellenz durch Versorgungsketten und Spezialisierung

Johannes Danckert () and Stefanie Kolbe
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Johannes Danckert: Vivantes – Netzwerk für Gesundheit GmbH
Stefanie Kolbe: Vivantes – Netzwerk für Gesundheit GmbH

Chapter Kapitel 8 in Zukunft der Gesundheitsversorgung, 2021, pp 89-97 from Springer

Abstract: Zusammenfassung Der Gesetzgeber fordert eine Konzentration von stationären Leistungen an größeren Einheiten. Gleichzeitig fehlen Fachkräfte, um dieselbe Anzahl von stationären Betten und Versorgungsstrukturen in ländlichen Regionen dauerhaft sicherzustellen. Daraus kann nur eine teilweise Verlagerung von Leistungen in andere Bereiche der Versorgung und, zumindest durch die Konzentration in Zentren, eine Reduktion von Krankenhäusern folgen. Komplexe Krankheitsbilder, die aufgrund der älterwerdenden Bevölkerung zunehmen werden, müssen in hoch spezialisierten stationären Einheiten versorgt werden. Durch die Verschiebung im Fallspektrum wird die Fallschwere im stationären Setting weiter ansteigen. Es kann somit nicht in allen Bereichen mit einer weiteren Verkürzung der Liegezeiten gerechnet werden. Der Anteil der intensivmedizinischen Betten an der Gesamtbettenzahl wird sukzessive ansteigen, je mehr leichte Fälle ausgelagert werden. Dadurch wird auch in den Kliniken die Arbeit der Fachkräfte komplexer werden, deren Anzahl ebenso steigen muss. Grundsätzlich stellen sich für Klinikbetreiber in Anbetracht der vorausgehenden Ausführungen zwei mögliche Modelle dar. Die reine Konzentration auf die stationäre Leistungserbringung und damit verbunden das Wachstum in einem schrumpfenden Markt – eine Option für hochspezialisierte Kliniken und Universitätskliniken. Alle anderen Anbieter müssen sich mit der Abbildung einer gesamten Versorgungskette beschäftigen – ob mit oder ohne Partner. Dies hat insbesondere für Patient*innen, Arbeitnehmer*innen und die gesamte Gesundheitsregion Vorteile. Die Vergütung solcher Angebote ist bisher nicht geregelt, sondern nur über Verträge nach § 140 a SGB V abbildbar. Mittelfristig könnten regionale Gesundheitsbudgets eine Lösung sein.

Date: 2021
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DOI: 10.1007/978-3-658-33007-1_8

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