Individuelle Diagnose und lernprozessbegleitende Rückmeldung im Mathematikunterricht der Grundschule
Maike Hagena (),
Michael Besser () and
Werner Blum ()
Additional contact information
Maike Hagena: Universität Hamburg, Fachbereich der Mathematik, der Informatik und des mathematischen Anfangsunterrichts
Michael Besser: Leuphana Universität Lüneburg, Institut für Mathematik und ihre Didaktik
Werner Blum: Universität Kassel, Institut für Mathematik
A chapter in Auf dem Weg zum neuen Mathematiklehren und -lernen 2.0, 2022, pp 27-48 from Springer
Abstract:
Zusammenfassung Das den Lernprozess kontinuierlich begleitende Diagnostizieren und Rückmelden von Schüler*innenleistungen (sog. formatives Assessment) gilt als einer der erklärungsmächtigsten Faktoren für die Qualität von Unterricht und schulisches Lernen. Weitestgehend unklar ist bislang jedoch, wie genau die Implementation so verstandenen formativen Assessments (bereits) in den alltäglichen Mathematikunterricht der Grundschule gelingen kann. Der vorliegende Beitrag greift dieses Desideratum auf und berichtet über eine entsprechende Umsetzung formativen Assessments im Mathematikunterricht eines zweiten Schuljahrs. Im Rahmen einer sechswöchigen Unterrichtseinheit zur Orientierung im Hunderterraum (Zahlraumerweiterung) wurde hierzu von der Erstautorin ein Instrument zur Umsetzung individueller Diagnose und lernprozessbegleitender Rückmeldung entwickelt und erprobt. Empirische Ergebnisse zeigen: Schüler*innen nehmen bewusst wahr, dass mit Hilfe dieses Instruments ihr individueller Kenntnisstand durch die Lehrkraft treffend diagnostiziert wird, dass nächste Lernschritte verständlich aufgezeigt und dass adaptive Übungsaufgaben angeboten werden. Ausgehend von der bekannten empirischen Erkenntnis, dass formatives Assessment, wenn es Lernprozesse wirksam unterstützen soll, von den Lernenden auch als unterstützend und hilfreich wahrgenommen werden muss, belegen diese Ergebnisse die Qualität des Instruments. Der Beitrag zeigt somit (unter Rückgriff auf konkrete Materialien), dass die Umsetzung individueller Diagnose und lernprozessbegleitender Förderung als zentrale Momente formativen Assessments bereits im Mathematikunterricht einer zweiten Klasse gelingen kann. Es wird jedoch ebenso deutlich: Die Umsetzung des vorgestellten Konzepts stellt teils einen erheblichen zeitlichen Mehraufwand und damit eine zusätzliche Belastung für Lehrkräfte dar.
Date: 2022
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DOI: 10.1007/978-3-658-33450-5_3
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