Formen und Risiken politischer Brandmauern
Alexander Dilger
No 12/2025, Discussion Papers of the Institute for Organisational Economics from University of Münster, Institute for Organisational Economics
Abstract:
Eine politische Brandmauer bezeichnet die systematische Ausgrenzung von einer oder mehreren Parteien dahinter durch die übrigen (relevanten) Parteien. Sie kann aus einem Koalitionsverbot bestehen. Aktuell verbieten sich die anderen Parteien eine zustimmende Mehrheit, die nur mit Stimmen der ausgegrenzten AfD zustande kommt. Konsequenter wäre das symmetrische Verbot auch einer ablehnenden Mehrheit nur mit Stimmen einer ausgegrenzten Partei, wodurch eine relative Mehrheit diesseits der Brandmauer ausreichen würde statt einer (über)großen Koalition. Eine Brandmauer soll die ausgegrenzte Partei von der Macht und vor allem Regierung fernhalten, kann ihr jedoch Wähler zuführen, bis sie allein regieren kann. Wenn sie verfassungswidrig ist, ist das besonders gefährlich und wäre ein Parteiverbot besser. Wenn sie nicht verfassungswidrig ist, scheitert ein Verbotsverfahren, ist die Brandmauer aber auch nicht wirklich gerechtfertigt. Besser als die Ausgrenzung von ganzen Parteien ist deshalb die Ausgrenzung von verfassungsfeindlichen Personen in allen Parteien.
Keywords: Ausgrenzung; Brandmauer; Demokratie; Mehrheit; Parteiverbot (search for similar items in EconPapers)
JEL-codes: D72 D74 K19 (search for similar items in EconPapers)
Date: 2025
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DOI: 10.17879/41968693354
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