Ist Teilzeitarbeit der richtige Weg?: Arbeitszeitpräferenzen in West- und Ostdeutschland
Elke Holst and
Jürgen Schupp
DIW Wochenbericht, 1994, vol. 61, issue 35, 618-620
Abstract:
Die Untersuchung von Arbeitszeitpräferenzen hat im Zusammenhang mit der neuerlichen Diskussion um Arbeitszeitverkürzung und -flexibilisierung an Bedeutung gewonnen. Allgemein wird hervorgehoben, daß Arbeitszeitverkürzungen auf dem Prinzip der Freiwilligkeit beruhen sollen und flexibel zu handhaben sind.• Im vorliegenden Bericht werden die Arbeitszeitwünsche von abhängig Beschäftigten und von Nichtbeschäftigten untersucht. Die Ergebnisse zeigen, daß Wunsch und Wirklichkeit sehr häufig auseinanderfallen: Bei lediglich der Hälfte der abhängig Beschäftigten in West- wie Ostdeutschland stimmte 1993 die vereinbarte mit der gewünschten Arbeitszeit überein. Per saldo wird häufiger Arbeitszeitverkürzung als Mehrarbeit gewünscht. Frauen wollen öfter und in größerem Umfang als Männer ihre Arbeitszeit reduzieren. Den Wunsch nach Mehrarbeit äußern vor allem Männerund geringfügig beschäftigte Frauen. Nicht als arbeitssuchend registrierte Erwerbslose ("Stille Reserve") wünschen zunehmend die Aufnahme einer Erwerbsarbeit; sie sind überwiegend an einer Teilzeitbeschäftigung interessiert. Darüber hinaus lassen die Ergebnisse vermuten, daß es bei einer Ausweitung des Angebots an Teilzeitarbeitsplätzen auch zu einer verstärkten Aufnahme von Zweitbeschäftigungen kommt. Die Untersuchung zeigt ferner, daß das Teilzeitpotential stärker ausgeschöpft werden könnte, wenn Teilzeitbeschäftigten die Option zur Rückkehr zu längeren Arbeitszeiten eingeräumt würde.
Date: 1994
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